Niederrhein: Optimistische Gastronomen

Niederrhein : Optimistische Gastronomen

Zuversichtlicher als in anderen Regionen Nordrhein-Westfalens gehen die Gastronomen und Hoteliers am Niederrhein ins neue Jahr. Über die Erwartungen sprach gestern RP-Redakteur Ludger Distelkamp mit dem Vorsitzenden der DEHOGA Nordrhein (Deutscher Hotel- und Gaststättenverband), Hermann Große Holtforth.

Warum sind die Gastronomen und Hoteliers am Niederrhein optimistischer als in anderen Regionen?

Hermann Große Holtforth Den Grund dafür sehen wir darin, dass die Gastronomen es bereits in der Vergangenheit geschafft haben, sich auf die schwierigen wirtschaftlichen Verhältnisse und die neuen gesetzlichen Regelungen einzustellen. Sie haben ihre betrieblichen Abläufe weiter verbessert und sind dadurch gut aufgestellt für die Herausforderungen der Zukunft.

Können Sie diese Aussage belegen?

Große Holtforth Eine vom DEHOGA NRW durchgeführte landesweite Blitzumfrage hat auf die Frage „Wie schätzen Sie die Lage für 2009 ein?“ ergeben, dass 26,7 % der Gastronomen mit sehr guten Ergebnissen rechnen, dem gegenüber erwarten 41,7 % schlechte bis sehr schlechte Ergebnisse. Die niederrheinischen Gastronomen beurteilen die Situation, die auf sie zukommt insgesamt optimistischer. Mit sehr guten Ergebnissen rechnen zwar nur 21 %, dafür sehen aber lediglich 33 % schlechte bis sehr schlechte Entwicklungen auf sich zukommen. Dass die Situation für sie selbst befriedigend sein wird, sehen 45,6 %, NRW-weit waren dies nur 37 %. In ihrer Existenz bedroht sehen sich nur 5 %. Auch hier waren es landesweit über 9 %.

Das Gastgewerbe spürt wie kaum ein andere Branche früh Krisen. Wie reagiert es darauf?

Große Holtforth Unsere Gastronomen und Hoteliers müssen sich und ihr Angebot ständig überprüfen und mit neuen Ideen und Aktionen auf die Veränderungen des Marktes und die sich ändernden Kundenwünsche reagieren. Die niederrheinischen Gastronomen werden sich auch im Jahr 2009 wieder als gute Gastgeber erweisen. Sie werden die Tourismusorganisationen in deren Bemühungen mit ihren gastronomischen Angeboten unterstützen.

(RP)
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