Kleve: Nummer 1 in Deutschland

Kleve : Nummer 1 in Deutschland

Sander van Gelder möchte das Schloss Moyland Golfresort an die Spitze europäischer Golfplätze katapultieren. Das von einem Portugiesen gezeichnete neue Clubhaus soll mit Bistro, Café und Restaurant nicht nur Golfer locken.

Sander van Gelder meint es ernst mit dem Golfplatz in Moyland. In Phase I wurden Rezeption und Restaurant aufgehübscht und vor allem die Golf-Anlagen auf Vordermann gebracht.

Jetzt folgt Phase II. Das ist zum einen die Erweiterung des Platzes durch den kanadischen Golfplatzarchitekten David Krause. Dazu kommt der Um- und Neubau des Clubhauses. Ein vom portugiesischen Architekten Vasco Vieira gezeichneter Entwurf, der vom Kalkarer Michael Wilmsen 2010 umgesetzt werden soll — wenn die Genehmigungen da sind.

Liga der ganz großen

"Golf ist ein schnell wachsender Sport", sagt Sander van Gelder. Ein Sport, mit dem sich auch Geld verdienen lässt. Wenn man sich nicht nur auf Mitgliederzahlen verlässt: "Sie brauchen für ein Golfressort mindestens 40 Angestellte, dazu kommt die kostspielige und aufwändige Pflege der Anlagen.

Das lässt sich mit Mitgliederbeiträgen kaum finanzieren", rechnet der Niederländer vor. Er möchte Moyland in die Liga der ganz großen katapultieren. In die Golfer Champions—League. Kurz: Es soll ein Platz werden, der ein "Muss" für jeden Golfer ist. Diese Gäste und deutlich erhöhte Beiträge sollen das Unternehmen "Schloss Moyland Golfressort" dauerhaft auf sichere finanzielle Beine stellen.

  • Bedburg-Hau : Golfresort: Alle gegen die Grünen
  • Bedburg-Hau : Van Gelder: „Werden uns an Auflagen halten“
  • Golf : Sander van Gelder erwirbt Golf-Park

Neben der sportlichen Herausforderung soll das künftige Golfressort mit der Landschaft locken: "Wir sind deshalb bemüht, den Charakter der Landschaft auf dem Platz zu erhalten, ihn zu integrieren. Wir werden natürlich Vorschriften und Landschaftsschutz wahren und uns mit den Behörden abstimmen", so van Gelder.

Daran zweifelt auch Bedburg-Haus Bürgermeister Peter Driessen nicht: "Wir haben auf der einen Seite diese Zusage des Betreibers. Aber vor allem vertraue ich auf die Fachleute beim Kreis Kleve, die das Verfahren zu beurteilen haben".

Van Gelder habe sich das Ziel gesetzt, die beste Golfanlage in Deutschland zu bauen, so Driessen. "Wenn er das schafft, ist das natürlich ein tolles Renommee für unsere Gemeinde". Trotz alledem werde die Gemeinde darauf achten, dass bei allen Arbeiten die Belange der Bevölkerung gewahrt werden. "Wir werden mit den Betroffenen nach Lösungen suchen", sagt Viviane van Kortenhof, Managerin des Clubs.

Van Gelder will Clubhaus und Restaurant für alle öffnen. "Unsere Mitglieder bekommen einen Bereich im Obergeschoss", erklärt er. Das Restaurant soll gehobenen Ansprüchen genügen, es wird Außenbereiche mit Café und Bistro geben. Ebenso möchte er kulturelle Veranstaltungen anbieten: "Ich denke an Konzerte, vielleicht eine Zusammenarbeit mit Museum Schloss Moyland", sagt van Gelder.

(RP)
Mehr von RP ONLINE