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Kranenburg-Nütterden: Nütterden: Sportzentrum eingeweiht

Kranenburg-Nütterden : Nütterden: Sportzentrum eingeweiht

Der Sportverein Nütterden und Leichtathletik Nütterden feierten gestern die Einweihung des neuen Sportzentrums. Mit der Fertigstellung der neuen Anlage sei ein Traum in Erfüllung gegangen, so die Verantwortlichen beider Vereine.

Den ersten Antrag auf eine Rundlaufbahn haben die Leichtathleten aus Nütterden im Jahr 1988 bei der Gemeinde Kranenburg eingereicht. Am Wochenende konnten die Sportler mit diesem Kapitel der Vereinsgeschichte endlich abschließen: 25 Jahre nach dem ersten Antrag feierten Leichtathletik Nütterden (LN) und der Sportverein Nütterden (SVN) die Einweihung des neuen Sportzentrums.

"Mit der Fertigstellung der Anlage ist ein Traum in Erfüllung gegangen. Im Moment empfinde ich nur pure Freude — und das Gefühl, als wäre mir eine riesige Last von den Schultern gefallen", sagte der LN-Vorsitzende Gerd Aengenheister. Auch Ewald Gertzen, Vorsitzender des SVN, teilte diese Empfindung: "Die Einweihung des Sportzentrums bedeutet das Ende einer nervenaufreibenden Zeit. Ich freue mich, dass letztlich alles so gut geklappt hat."

Lange waren die Bemühungen der Sportler um eine neue Anlage vergeblich gewesen. Die Kommune hatte entweder keinen Platz oder kein Geld. Doch schließlich wurde das hartnäckige Engagement belohnt: 2010 gab es seitens der Politik grünes Licht für einen Finanzierungsanteil von 1,1 Millionen Euro. Nach siebeneinhalb Jahren der Planung und Vorbereitung konnten im März 2012 endlich die ersten Arbeiten am Haferkamp beginnen. Gut 30 000 Kubikmeter Erde wurden insgesamt bewegt. Dafür entstanden 14 000 Quadratmeter Naturrasen, 7 000 Quadratmeter Kunstrasen und 3 800 Quadratmeter Tartanbahn.

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"Die Zusammenarbeit war mit Sicherheit nicht immer einfach. Aber Probleme sind da, um sie zu lösen. Genau das haben die Vereine gut umgesetzt", so Kranenburgs Bürgermeister Günter Steins, "nun gilt es, weiterhin in Harmonie zusammenzuarbeiten." Die nächste Herausforderung für die beiden Vereine, deren Verhältnis — vorsichtig ausgedrückt — lange Zeit nicht gerade von Harmonie geprägt war.

Dass Differenzen aber auch beiseitegelegt werden können, haben beide Parteien in den letzten Monaten gezeigt: Die rund 1000 Mitglieder der zwei Vereine halfen gemeinsam bei den Arbeiten, wo sie konnten.

"Es ist nicht selbstverständlich, dass sich die Leute in ihrer Freizeit noch engagieren", so Aengenheister. Und auch von Bürgermeister Steins gibt es ein Lob: "Die Mitglieder haben gezeigt, was man erreichen kann, wenn man gemeinsam ein Ziel verfolgt."

Harald Ernst, Ehrenvorsitzender des Kreissportbundes, überreichte anlässlich der Einweihung sowohl dem SVN als auch LN ein Geldgeschenk. Das neue Sportzentrum sei ein hervorragendes Beispiel für gelungene Sportförderung, so Ernst. Besonders im Hinblick auf das breite Angebot der Vereine sei die Verwirklichung der Anlage ein notwendiger Schritt gewesen.

"Aber auch für neue Mitglieder attraktiv zu bleiben ist wichtig. Gerade jetzt, wo für alle Sportvereine noch schwierigere Zeiten anbrechen. Die neue Anlage leistet auch hierzu einen Beitrag", ergänzte Aengenheister.

(miv)