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Kreis Kleve: Noch nie war das Ackerland so teuer

Kreis Kleve : Noch nie war das Ackerland so teuer

Gutachterausschuss legt Grundstücksmarktbericht vor: 2013 war ein gutes Jahr für den Immobilienmarkt. Enorm sind die Preissteigerungen für Acker- und Grünland, die neue Höchstwerte erzielten.

Noch nie war es so wertvoll wie heute: Die Preise für Acker- und Grünland sind 2013 auf neue Spitzenwerte gestiegen. Allein in den vergangenen drei Jahren ist damit der Wert für Ackerland um 50 Prozent gewachsen. Das Grünland brauchte für die 50-prozentige Steigerung vier Jahre. Diese Werte gehen aus dem aktuellen Marktbericht hervor, den der Gutachterausschuss für Grundstückswerte im Kreis Kleve jetzt veröffentlichte.

Neben den höheren Preisen bei Ackerland und Grünland war 2013 auch für den Immobilienmarkt im Kreis ein gutes Jahr. Mehr Verkäufe bei Wohnbaugrundstücken, bebauten Grundstücken sowie Wohnungs- und Teileigentum kennzeichnen die Marktlage.

Eine deutliche gestiegene Nachfrage verzeichneten die Gutachter beim Wohnungseigentum. Im Jahr 2013 wechselten 491 Objekte den Eigentümer, was eine Steigerung von rund sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahr bedeutet (461 Objekte).

Abgenommen hat hingegen der Verkauf von land- und forstwirtschaftlich genutzten Flächen. Diese lagen in 2013 lediglich bei 113 verkauften Grundstücken (minus 18 Prozent gegenüber 2012). Unvermindert hält jedoch die Entwicklung bei den Preisen für Ackerland an. Seit einigen Jahren kennt der Preis hier nur eine Richtung: steil bergauf. So verzeichnet der durchschnittlich gezahlte Ackerlandpreis im Kreis mit 5,08 Euro pro Quadratmeter einen weiteren Preissprung von neun Prozent. Für 3,29 Euro pro Quadratmeter wechselten durchschnittlich Grünlandflächen den Besitzer. Vorbei sind die Zeiten, in denen für kleines Geld Acker- oder Grünland veräußert wurde. Das liegt sicher auch daran, dass in NRW die höchsten Preise für diese Bodenarten in der ganzen Republik gezahlt werden. Und selbst innerhalb von NRW rangiert das Preisniveau im oberen Bereich.

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Nur geringfügig um zwei Prozent stieg die Anzahl der Verkäufe bei den bebauten Grundstücken mit neuen und gebrauchten Immobilien an (Stand 2013: 1578). Am häufigsten wurden in diesem Bereich Ein- und Zweifamilienhäuser verkauft (Marktanteil 82 Prozent).

Der Kauf beziehungsweise Verkauf von Doppelhaushälften lag im Kreisgebiet durchschnittlich bei 150 000 Euro; für freistehende Einfamilienhäuser wurde 190 000 Euro gezahlt. Gegenüber 2012 stiegen die Verkäufe für freistehende Ein- oder Zweifamilienhäuser in dem Preissegment von 300 000 bis 400 000 Euro an (2013: 39; 2012: 24).

Weiter rückläufig ist der Anteil der niederländischen Immobilienfreunde im Kreisgebiet. Wurde vor fünf Jahren noch jedes siebte Ein- oder Zweifamilienhaus an einen Kunden aus dem Nachbarland verkauft, so war es im Jahr 2013 nur noch jedes 20. Objekt.

Die aktuellen Bodenrichtwerte und allgemeine Daten zum Grundstücksmarkt kann man im Internet unter www.borisplus.nrw.de kostenlos abrufen. Darüber gibt es auf der Internetseite www.gutachterausschuss.kreis-kleve.de einige kostenfreie Informationen. Den kompletten Grundstücksmarktbericht kann man sich zum Preis von 39 Euro als Download unter www.borisplus.nrw.de herunterladen oder als gebundene Druckausgabe zum Preis von 52 Euro bei der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses für Grundstückswerte im Kreis Kleve, Nassauerallee 15-23, Kleve, erwerben.

(RP)