1. NRW
  2. Städte
  3. Kleve

Kalkar: Nikolaus-Turnen in Kalkar abgesagt

Kalkar : Nikolaus-Turnen in Kalkar abgesagt

Es ist seit 30 Jahren ein Fest im Advent: das Nikolaus-Turnen des TV Kalkar in der Dreifachturnhalle. Doch in diesem Jahr fällt es aus – wegen verschärfter Sicherheitsauflagen nach der Loveparade-Katastrophe.

Es ist seit 30 Jahren ein Fest im Advent: das Nikolaus-Turnen des TV Kalkar in der Dreifachturnhalle. Doch in diesem Jahr fällt es aus — wegen verschärfter Sicherheitsauflagen nach der Loveparade-Katastrophe.

"Wir konnten uns nicht mehr auf die neuen Vorgaben einstellen. In der Kürze der Zeit war es für uns nicht mehr möglich, ein neues Konzept zu entwickeln", bedauerte gestern der Vereinsvorsitzende Hans-Jürgen Zacharias im RP-Gespräch. Es werde nun ein Plan entwickelt, damit im nächsten Jahr das Turnen wieder stattfinde. Das Problem sei gewesen, dass auf der Spielfläche nicht mehr als 200 Teilnehmer hätten auftreten dürfen. Die Information über die Vorgaben sei ein "bisschen spät gekommen", kritisierte Zacharias die Behörden-Auflagen. Der Kreis sei als zuständige Bauaufsicht nicht bereit gewesen, mehr als 199 Kinder auf der Spielfläche zuzulassen, sagte Andreas Stechling, zuständiger Fachbereichsleiter bei der Stadt Kalkar. Der Kreis sagte zu dem Behörden-Streit, dass letztlich die Entscheidung über die Absage in die Verantwortung der Stadt Kalkar falle. Die Bauordnung und die Versammlungsstätten-Verordnung ließen das Treffen mit über 200 geplanten Personen nicht zu.

  • Rees : Dreifachturnhalle - fast wie neu
  • Dr. Walter Potthast ist Präsident des
    Krefeld-Traar : „Sicherheitsauflagen ändern sich stetig“
  • Kalkar : Kalkar: Nikolausmarkt am ersten Advent

Der Antrag des TV Kalkar sei früh genug gestellt worden, so Stechling. Aber in Gesprächen sei der Verein darauf hingewiesen worden, dass "es Änderungen geben könne". Die Fluchtwege hätte breiter als jetzt sein müssen, um mehr als 200 Kinder auf die Spielfläche zu lassen. Der Verein habe seine Pläne aber nicht ändern wollen und der Kreis sei nicht bereit gewesen, von seinen Vorgaben abzurücken, betonte der Fachbereichsleiter. Das seien nicht Vorschriften des Kreises, sondern des Gesetzgebers, so der Kreis. Das wisse auch die Stadt Kalkar.

(RP/jul)