Niederrhein Niag macht erstmals Gewinn und schüttet Million Euro aus

Niederrhein · Gute Nachrichten gab es jetzt auf der Hauptversammlung der Niederrheinische Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft (Niag) in Moers: Sie schüttet erstmals Gewinne aus. Dies sei ein weiterer wichtiger Meilenstein in der positiven Entwicklung des Unternehmens seit der Teil-Privatisierung im Jahr 2006, freute sich Vorstandsmitglied Hans-Joachim Berg. Der Weseler stellte in der Sitzung den Jahresabschluss 2012 vor und konnte erstmals den Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat vorlegen, Unternehmensgewinne an die Aktionäre auszuzahlen.

"Wir freuen uns, insgesamt rund eine Million Euro ausschütten zu können", erläuterte der NIAG-Aufsichtsratsvorsitzende Heinz-Dieter Bartels.

So kann der Kreis Wesel rund 430.000 Euro verbuchen, der Kreis Kleve 30.000 Euro. Die Gewinnausschüttung an die kommunalen Anteilseigner verteilt sich so: Duisburg erhält 12 640,25 Euro, Wesel 11.070,22 Euro und Moers 6 290,13 Euro. "Zwar sind die Beträge der kleineren Anteilseigner keine Unsummen, jedoch in Zeiten leerer Kassen ein positives Signal", so Bartels. Natürlich erhält auch der Anteilseigner Rhenus Veniro gemäß seiner Anteile (51 Prozent) eine Ausschüttung.

"Ich sehe die Niag insgesamt auf einem guten Weg, aber im Bereich ÖPNV sind wir noch nicht am Ziel angelangt. Hier sind weitere Anstrengungen notwendig", betonte Aufsichtsratsmitglied Landrat Dr. Ansgar Müller.

Niag-Vorstandsmitglied Dr. Werner Kook sagte: "Die Restrukturierungserfolge in den einzelnen Unternehmensbereichen seit der Privatisierung sind beachtlich. Jedoch ist die Gewinnausschüttung vor allem durch die Erfolge in der Logistik möglich geworden." Henrik Behrens (Rhenus Venioro), sieht den ÖPNV-Bereich für die kommenden Jahre noch nicht in der Gewinnzone.

(RP)