Kleve: Neues Zuhause an alter Stelle

Kleve: Neues Zuhause an alter Stelle

Der 60 Meter lange Neubau des Seniorenzentrums Herz-Jesu-Kloster mit 5,3 Millionen Euro Kosten wurde von Bischof Heinrich Janssen geweiht. Eine Imageaufwertung für die Stadt Kleve. Endgültige Vollendung im Herbst.

Das war ein großer Tag für viele, besonders für betagte Menschen: Der Neubau des Seniorenzentrums Herz-Jesu-Kloster Kleve wurde geweiht und seiner Bestimmung übergeben. "Im alten Handbuch des Bistums Münster steht über das Herz-Jesu-Kloster, dass es 1904 als Erholungsheim mit 60 Betten errichtet wurde und darüber hinaus ein Haushaltungspensionat hatte", sagte Weihbischof Heinrich Janssen in seiner Predigt, die der festlichen Einweihung vorausging. Damals seien 37 Schwestern im Haus gewesen.

"Heute segnen wir das neue Gebäude, das für ältere und alte Menschen ein Zuhause werden soll: an alter Stelle ein neues Daheim", so der Regionalbischof. Der Segen über dieses Haus sei Lobpreis und Dank zugleich. Propst Theodor Michelbrink begrüßte die Gäste in seiner Eigenschaft als Aufsichtsratsvorsitzender der Katholischen Kliniken im Kreis Kleve – Trägergesellschaft mbH. Diese sind auch der Bauherr des schmucken Seniorenzentrums, das in 18 Monaten errichtet wurde.

Lange Tradition

  • Kleve

"Das Herz-Jesu-Kloster gehört zu Kleve wie die Stiftskirche und die Schwanenburg; es hat eine lange Tradition, und die Klever fühlen sich dieser Einrichtung verbunden", führte der Propst aus, "Leben und Arbeiten werden sich entscheidend verbessern". Der 60 Meter lange Neubau ist dreigeschossig und bietet Platz für 56 Einzel- und drei Doppelzimmer. Die Kosten für das Neubauprojekt belaufen sich bislang auf rund 5,3 Millionen Euro. Doch damit ist das gesamte Projekt noch nicht abgeschlossen. In den kommenden Monaten erfolgen der Abriss des Anbaus aus den 60er Jahren, die Anbindung an das alte Herz-Jesu-Kloster durch einen ebenerdigen, gläsernen Gebäudetrakt sowie die Neugestaltung der Außenanlagen. Die Fertigstellung für den zweiten Bauabschnitt ist für Dezember 2010 geplant.

Imageaufwertung

Dr. Peter Enders, Hauptgeschäftsführer der Katholischen Kliniken im Kreis Kleve, unterstrich in seinem Grußwort, dass trotz aller Kritik im Vorfeld ein vorbildliches Bauwerk, "eine Imageaufwertung für die Stadt Kleve" entstanden sei. Auch Ottmar Ricken, zuständiger Geschäftsführer für das Katholische Altenhilfenetzwerk am Niederrhein, unterstrich, dass sich alle Anstrengungen gelohnt hätten. Er sprach von einer "schwierigen Baustelle" durch den Platzmangel und zeigte sich stolz, mit der Baumaßnahme im Kostenrahmen geblieben zu sein. "Ich hoffe, dass sich die Bewohner und die Mitarbeiter wohlfühlen". Bürgermeister Theo Bauer unterstrich, dass der Neubau des Seniorenzentrums "nach einem steinigen Weg" auch im Blick auf die städtebauliche Entwicklung der Stadt Kleve ein Gewinn und eine Bereicherung sei. "Ich freue mich auf die Vollendung im Herbst", sagte er.

(RP)