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Kleve: Neues Wohnquartier für die Oberstadt

Kleve : Neues Wohnquartier für die Oberstadt

Küppersstraße: Die GeWoGe wird einen zweistelligen Millionenbetrag in das Viertel hinter der Christus-König-Kirche investieren. Es sollen allein rund 100 Mietwohnungen entstehen. Jetzt werden die alten Häuser abgerissen.

Früher wohnten dort Postler, als die Häuser in den 1950 Jahren adrett die Straßenseiten säumten. Doch spätestens in den 1980er Jahren galt das Viertel rund um die Küppersstraße als problematisch — es verkam. Vor wenigen Jahren wurden die Häuser links der Straße abgerissen, jetzt wühlt sich der Abrissbagger auf der gegenüberliegenden Seite durch die der GeWoGe, der gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft, gehörenden Bauten..

Seit Jahren wurden die Häuser "leergezogen" — aufgegebene Wohnungen also nicht mehr vermietet. Die Bauten entsprachen nicht mehr dem Standard heutigen Wohnungsbaus, von der Energieeffizienz ganz zu schweigen. Ein Stück Klever Geschichte verschwindet, Neues soll entstehen.

Die GeWoGe wird hier in zweistelliger Höhe investieren, bestätigte gestern GeWoGe-Geschäftsführer Michael Dorißen. Platz genug ist auf den großen Grundstücken. Die alten Häuser hatten große Gärten auch zur Selbstversorgung der Bewohner in den frühen 1950er Jahren. Platz genug für ein komplettes Stadtviertel, das hier hochwertig und mit gewissem Vorbild-Charakter hochgezogen werden soll. "Wir haben alles in unserer Hand und können das Wohnquartier entsprechend planen", sagt Dorißen. Da kann die GeWoGe die ganze Bandbreite des Wohnungsbaus anpeilen: "Wir denken auch an moderne, experimentelle Zuschnitte der Wohnungen in den Häusern", sinniert Dorißen.

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Den Vergleich mit der Klimaschutzsiedlung am Mühlenberg in Kleve scheut er nicht — hier in der Küppersstraße werde nur eben alles aus einer Hand entstehen. Und auch in dieser Hand blieben, während die Häuser am Mühlenberg hauptsächlich von vielen verschiedenen Bauherrn und Architekten geplant werden. Details, auch zum Baubeginn, will der GeWoGe-Geschäftsführer allerdings erst vorstellen, wenn der Planer, der die Bauten für die Gesellschaft entwerfen und hochziehen kann, endgültig fest stehe.

"Es werden auf jeden Fall alle Haus- und Wohnungstypen vertreten sein: Von der Kleinwohnung bis zu Einfamilien- und Reihenhäusern werden wir dort bauen", sagt er. Auch dass die Häuser energie-effizient sein werden, stehe außer Frage.

Wichtig sei Dorißen aber, dass die Bauten hochwertig und ansehnlich werden sollen. Und vor allem als Mietobjekte auf den Markt kommen sollen. Dorißen hat im Bereich Küppersstraße allein rund 100 Mietwohnungen im Blick.

Mit dem Wohnquartier im einheitlichen Gesicht bekommt Kleve ein kleines neues Viertel, das den Stadtteil hinter der ehrwürdigen Christus-König-Kleve wieder mit Leben erfüllt. Es wird die spätestens seit den 1980er Jahren nicht gerade zu den Klever Vorzeigeobjekten gehörende Straße mit neuen Mietern enorm aufwerten und zu einer guten Adresse machen.

(RP/rl)