Kleve: Neues Boot für die DLRG

Kleve: Neues Boot für die DLRG

Bis zu vier Retter kommen damit auch an schwer erreichbare Einsatzorte.

"Das kann doch einen Seemann nicht erschüttern!" so beginnt ein bekanntes Lied von Freddy Quinn. "Ganz so stimmt das aber nicht" sagt Dominik Schilder, stellvertretender Leiter der DLRG Ortsgruppe Kleve, "denn das kalte Wetter hat unseren neuen Bootsführern viel abverlangt." Die Aussicht auf kalte Füße und nasse Kleidung schreckte die fünf Bootsführer nicht ab, die spontan dem Aufruf folgten, ein neues Rettungsschlauchboot auf Herz und Nieren zu prüfen.

Das neue Schlauchboot ist mehr als vier Meter lang und kann der DLRG Kleve zukünftig als Ausbildungs- und Schulungsboot dienen. Boot und Motor wurden mit privaten Mitteln beschafft und in Eigenarbeit zum Rettungsboot ausgebaut. "Einer unserer Ausbilder, Derik Stalder, hat hier in den letzten Wochen sehr gute Arbeit geleistet." Das Boot sei sehr leicht, kann vier Personen auch zu schwer erreichbaren Einsatzorten tragen. "Dieser Bootstyp wurde eigentlich für den Einsatz auf Küstenbrandungen", erklärt Schilder. "Das bedeutet bis zu drei Meter hohen Wellen." So hoch waren die Wellen auf dem Rhein natürlich nicht, aber diese haben die Teilnehmer dennoch ordentlich durchgeschüttelt. In ruhigem Gewässer schafft das neue Boot eine Geschwindigkeit von 23 Knoten - etwa 40 km/h. Ab Sommer soll das Boot dann der DLRG Kleve für Schulungszwecke zur Verfügung stehen. "Ist natürlich klar, dass wir dann mal an die Nordsee fahren, um unter realistischen Bedingungen zu üben", so Stalder. "Wir können alle noch dazu lernen." Kalte Füße und können sie dann nicht mehr erschüttern.

(RP)