Neuer Name fürs Ortsschild Kranenburg ist bald „Kreuzwallfahrtsort“

Kranenburg · Auf den gelben Ortstafeln von Kranenburg soll künftig als Ergänzung die Bezeichnung „Kreuzwallfahrtsort“ stehen. Die entsprechende Änderung wird im Rahmen der Neufassung der Hauptsatzung vorgenommen.

 Die Kreuzwallfahrt 2019 in Kranenburg.

Die Kreuzwallfahrt 2019 in Kranenburg.

Foto: Markus van Offern (mvo)

Die entsprechende Änderung wird im Rahmen der Neufassung der Hauptsatzung vorgenommen. Der Rat der Gemeinde hat den Hinweis zur Ergänzung in seiner jüngsten Sitzung zur Kenntnis genommen, bereits im vergangenen Jahr hatte er beschlossen, die Verwaltung zu beauftragen, die notwendigen Beschlüsse herbeizuführen. Die Änderung soll nur Schilder des Ortsteils Kranenburg betreffen. Norbert Jansen von der Gemeinde rechnet damit, dass sie noch dieses Jahr umgesetzt werden können. Sie soll möglichst kostengünstig geschehen.

Hintergrund des neuen Beinamens ist die Kreuzlegende in Kranenburg. Demnach soll ein Hirte zu Ostern eine Hostie in einen Baum im Reichswald fallen gelassen haben; bei der Fällung dieses Baumes sei dann Jahre später eine Christusfigur gefunden und in der Kirche von Kranenburg aufgestellt worden. Historisch nachweisbar ist die Kreuzverehrung in Kranenburg seit dem Ende des 14. Jahrhunderts. Die Kreuzprozession findet am ersten Sonntag nach Kreuzerhöhung (14. September) statt.

In Kranenburg kreuzen sich zudem zwei Jakobswege: „Weg 3“ führt von Millingen am Rhein nach Roermond, „Weg 4“ von Nijmegen nach Krefeld-Linn. Beide Wege führen von Zyfflich über Wyler nach Kranenburg.

Für die Änderung auf dem Ortsschild bedurfte es der rechtlichen Klärung mit der Bezirksregierung. Die Zusatzbezeichnung des Ortsteiles soll nämlich keine Änderung des Namens der Gemeinde Kranenburg sein, wie es etwa in Kevelaer der Fall ist. Dort trägt die Kommune seit 2017 offiziell den Namen Wallfahrtsstadt Kevelaer. In Kranenburg ist die Entscheidung nicht ganz so weitreichend. Zur Vergabe der Zusatzbezeichnung für den Ortsteil ist es daher ausreichend, dies in der Hauptsatzung festzuschreiben. Das soll bis November geschehen.

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