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Kleve: Neuer Barock-Sitz im alten Park

Kleve : Neuer Barock-Sitz im alten Park

Der Arbeitskreis Kermisdahl-Wetering findet mehr Freunde, seit die Truppe den alten Park zwischen Kleve und Papenberg entlang des Gewässers am Fuße der Burg wieder auf Vordermann gebracht und zur neuen Attraktion gemacht hat.

Stück für Stück wächst das Unterfangen. Jetzt konnte Gerlinde Semrau-Lensing vom Arbeitskreis mit Spenden-Geldern und Unterstützung der Kisters-Stiftung einen der Sitze in Angriff nehmen, von denen der barocke Statthalter in Kleve, Prinz Moritz von Nassau-Siegen, die Landschaft und seine Parkanlagen genossen haben soll. Solche Sitze werden auf diversen historischen Zeichnungen der Klever Parks gezeigt.

Um die Ideen zum Park nach historischem Vorbild umsetzen zu können, sind aber nicht nur Geld-Mittel wichtig. Ohne die ehrenamtliche Arbeit der Mitglieder und Freunde geht gar nichts, unterstreicht Gerlinde Semrau-Lensing. So zeichnete jetzt der Klever Architekt Werner van Ackeren das Stahlgestell, das wie eine Muschel den Sitzplatz halbkreisförmig umschließt.

Mehrere Betonstufen werden auf eine wie vor 350 Jahren künstlich angeschüttete Erhebung führen, auf dem die halbkreisförmige Laube steht. Semrau-Lensing nennt dieses offene Gestell "Conche": "Die Öffnung gibt den Blick frei von der Endmoräne bis zur Qualburger Kirche über einen der schon im 17. Jh. angelegten Entwässerungsgräben in die ehememalige Residenz-Parklandschaft", sagt sie.

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Die hinter dem Hügel liegende Uedemer Straße mit Auto- und Straßenlärm werde von der einzugrünenden "Conche" mit der Zeit kaschiert und verdeckt werden. Ein besinnlicher Ort, um die besondere Schönheit dieser Kulturlandschaft zu genießen und "nachzudenken über Gott und die Welt" , zitiert sie Johann Moritz.

Der Sitz liegt ein Stück hinter der Straßenüberführung des Klever Rings über die Wetering unterhalb der Uedemer Straße. Das Gestell aus verzinktem Stahlrohr wird zur Zeit in der Metallwerkstatt des Theodor-Brauer- Hauses als Projektarbeit mit Jugendlichen unter der Leitung von Michael Mulder gebaut.

(RP)