Kreis Kleve: Neue Tagespflege und ein Inklusionsbüro

Kreis Kleve: Neue Tagespflege und ein Inklusionsbüro

Erster gemeinsamer Koordinierungsausschuss der Caritasverbände Kleve und Geldern/Kevelaer

Laut Satzung der Verbände hat der Koordinierungsausschuss die Funktion, das Zusammenwirken aller auf dem Gebiet der Caritas tätigen katholischen Träger herbeizuführen. Dem folgen die Caritasverbände Kleve und Geldern-Kevelaer und haben erstmalig einen gemeinsamen Koordinierungsausschuss durchgeführt.

Neben den Mitgliedern des Ausschusses nahm Weihbischof Rolf Lohmann an der Veranstaltung teil. Bei der Diskussion über den Tagesordnungspunkt "Kulturwandel im Bistum Münster" stand die Weiterentwicklung der Situation der Gemeinden im Vordergrund.

Im Anschluss stellten die Caritasverbände sowie weitere Organisationen ihre Planungen für das laufende Jahr vor. Caritas-Vorstand Rainer Borsch informiert darüber, dass der Caritasverband Kleve in Emmerich, im Gebäude des Pfarrheims St. Martini, die Neueröffnung einer Tagespflege plant.

Insgesamt sollen dort 16 Plätze entstehen. Da das Abstimmungsverfahren mit dem Kreis Kleve und dem Landschaftsverband Rheinland (LVR) weitestgehend abgeschlossen ist, startet der Umbau voraussichtlich im zweiten Halbjahr. Die Eröffnung sei für das Jahr 2019 angedacht.

Mit der Teilnahme am Bundesprogramm "Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist", fördert das Bundesfamilienministerium alltagsintegrierte sprachliche Bildung als festen Bestandteil in der Kindertagesbetreuung. "Dies hat dazu geführt, dass seit März 2017 eine Fachberaterin in 15 Kitas tätig ist und seit April eine weitere Beraterin in der Region eingesetzt wird", freut sich Borsch.

  • Geldern : Neue Tagespflege und ein Inklusionsbüro

Bereits zum Jahresanfang startete der Caritasverband Geldern-Kevelaer mit dem Projekt "Inklusionsbüro", das über drei Jahre von der Aktion Mensch gefördert wird und an den Standorten Straelen, Geldern und Kevelaer platziert ist. Karl Döring, Vorstand des Caritasverbandes Geldern-Kevelaer, brachte ein, dass es Ziel sei, Eltern, Kindern und Kooperationspartnern eine Anlaufstelle für alle Fragestellungen im Kontext Inklusion zu bieten.

Bereits im März startete das Traineeprogramm für Absolventen des Studiengangs Health-Care-Management in Kooperation mit dem Diözesancaritasverband (DiCV). Ab Mai wird das Projekt "Unser Dorf ist stark durch Vielfalt" in den Kommunen Straelen, Geldern und Kevelaer durchgeführt.

Insbesondere die Neuausrichtung der Pflegeausbildung sorgte für eine rege Diskussion. "Diese hat Auswirkungen auf die praktische Ausbildung, die oft nur in Kooperation mit anderen Trägern möglich ist", sagt Vorstand Rainer Borsch. Dabei werde voraussichtlich die Kinder- und Jugendmedizin zu einem Engpass.

Verschiedene Teilnehmer erwarten eine Solidarität der katholischen Träger, Praxisplätze untereinander anzubieten.

(RP)
Mehr von RP ONLINE