Kleve: Neue Pumpe für Göttin Minerva

Kleve: Neue Pumpe für Göttin Minerva

Der Frühling kann kommen: Die Arbeiten in den Klever Parkanlagen durch die Umweltbetriebe Stadt Kleve sind abgeschlossen.

Es ist ein schweres Teil, die Brunnenpumpe, die tief unten im Schacht ihren Dienst versieht. Den Dienst für die schöne Jahreszeit, wenn die Fontänen rund um Minerva spritzen und die Klever Parkanlagen Besucher aus nah und fern ziehen. Ende des Winters wird die Technik gewartet und wieder flott gemacht, gesäubert. So wie die Rabatten und Ufer, die Sträucher und Hecken die bis Ende Februar ebenfalls fertig geschnitten und gesäubert sind. Frühjahrsputz im Park sozusagen. Ein regelmäßiger Turnus, der zum Jahresablauf der Umweltbetriebe der Stadt Kleve (USK) gehört.

Doch in diesem Jahr zeigte sich bald, als die Techniker die Brunnenpumpe reinigen und für den Sommer fit machen sollten, dass das Teil einen wirtschaftlichen Totalschaden hatte, so Karsten Koppetsch, Geschäftsführer der USK. Säubern und reparieren lohnte sich nicht, das Ding war hin. "Wir haben eine neue Pumpe gekauft und eingebaut, schließlich soll das Wasser rund um die Göttin Minerva ja wieder sprudeln", sagt der USK-Chef.

4000 Euro hat die Pumpe gekostet, die die Fontänen inmitten des Parks mit dem nötigen Wasserdruck versorgt. Denn Fontänen gehören zu der prächtigen Barockanlage dazu: Schon zu den frühen Zeiten von Bad Cleve gab es keine Postkarte, die nicht die Wasserspiele zu Füßen Minervas zeigt, das sprudelnde Wasser in den Teichen der barocken Park-Anlage. Bis zu jener großen Fontäne, die Ewald Steiger in den Mittelpunkt seiner Bilder vom Park stellte, wie beim Kaiserbesuch 1909. Diese alte Pracht gibt es heute so nicht mehr, sagt Stadtführerin Wiltrud Schnütgen. Denn die ganz hohe Fontäne schießt schon seit Jahren nicht mehr gen Himmel. Sie versiegte nach dem Zweiten Weltkrieg: Sie sei von zwei Teichen rechts und links der Anlage gespeist worden, deren Wasser über ein Rohrleitungssystem den Druck aufbaute, damit der Wasserstrahl acht bis zehn Meter hoch spritzen konnte, hatte Stadtsprecher Jörg Boltersdorf erklärt.

Nach dem Krieg waren die Teiche verschüttet, das Rohrsystem nicht mehr brauchbar, so der Stadtsprecher. Die Fontäne stellte ihre Arbeit ein. Jetzt sprudeln von Frühling bis Herbst nur noch die kleinen Wasserspeier und das Wasserspiel der Delphine rund um die Göttin Minerva. Und dafür brauchen die Wasserspeier eben die Pumpe, die jetzt erneuert wurde.

Und die jedes Jahr die schöne Jahreszeit mit der Eröffnung der Forstgartenkonzerte einleitet. Am Sonntag, 15. April, startet die Konzertreihe 2018 im Forstgarten. Um 14.30 Uhr ist die Eröffnung der Konzerte durch die Bürgermeisterin der Stadt Kleve, Sonja Northing, die traditionell mit langem Hebel die Fontänen startet. Wie immer spielen zur Inbetriebnahme der Wasserfontänen in den historischen Parkanlagen der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Kleve und der Spielmannszug Reichswalde, die im Anschluss ab 15 Uhr das erste Konzert im Klever Sommer geben.

(mgr)