Kreis Kleve: Neue Pläne für Hochschule

Kreis Kleve : Neue Pläne für Hochschule

Die Gewächshäuser in den alten Lagerhallen lassen sich nicht wie geplant umsetzen. Sie werden an anderer Stelle auf dem Campus errichtet. Der alte, langgestreckte Lagerschuppen muss jetzt abgerissen werden.

Der Bau der Hochschule Rhein-Waal im Klever Hafen wächst rasant. Kostenrahmen und Zeitfenster sind bis jetzt eingehalten. Obwohl während der Bauarbeiten gerade bei den unter Denkmalschutz stehenden Gebäuden Umplanungen nötig wurden.

So musste der Speicher als künftiges Wahrzeichen der Hochschule im Kreis Kleve abgerissen werden, weil die Statik einen Umbau zur Bibliothek nicht zuließ. Er wird Stein für Stein wieder aufgebaut — das wird nicht einmal teurer. Zudem kann der Bau jetzt mit seinen vor der Fassade stehenden markanten Guckkasten-Fenstern auch nach neuestem technischen Stand errichtet und gedämmt werden.

Jetzt musste der Kreis Kleve wieder umplanen: Die offenen Gärten in den an den Speicher anschließenden Lagerhallen ließen sich nicht wie zuvor geplant umsetzen, bestätigte gestern Kreisdirektor Wilfried Suerick im Gespräch mit der RP. "Wir werden die Hallen abreißen und die Gewächshäuser an einem anderen Ort auf dem Campus bauen müssen", so der Mann, in dessen Händen die Fäden des Projektes Hochschule beim Kreis Kleve zusammen laufen.

Gespräche mit Denkmalschutz

Zunächst schien die Lösung, die die Hamburger nps-Architekten mit dem Klever Büro Hülsmann und Thieme vorlegten, ideal: Man erhält den zum unter Schutz stehenden Ensemble Klever Hafen gehörenden Schuppen in seinen Umfriedungsmauern, nimmt das Dach ab und setzt Gewächshäuser hinein. Doch die unmittelbar an die Schuppen anschließenden Fakultäts- und Laborbauten wurden höher, die Schatten entsprechend länger. Dann stellte sich in der Diskussion mit den Professoren heraus, dass auch die Mauern des Schuppens den Bereich der Gewächshäuser zu sehr verschatten würden und diese deshalb den speziellen Anforderungen durch die Lehrstühle nicht gerecht würden, so Suerick.

Also wurden Gespräche mit dem Denkmalschutz geführt, wie bereits beim Speicher, der ja abgerissen und wieder aufgebaut werden musste. "Wir haben auch in diesem Fall sehr kooperativ mit dem Denkmalschutz zusammengearbeitet", sagt Suerick. "Dass die ursprüngliche Planung so nicht umgesetzt werden kann, war nicht bekannt", so der Kreisdirektor. Während derzeit der Speicher wieder emporwächst, werden die Lagerhallen wohl endgültig fallen.

Den Fakultäts- und Laborbauten, die mit nur einem schmalen dunklen Gang Abstand zu dem ehemaligen Schuppen standen, bekommt der Abbruch gut — sie haben deutlich mehr Platz. Die Fläche zwischen den Bauten und dem Hafenbecken soll auch frei bleiben, erläutert Suerick. Sie wird Teil des großen zentralen Campus-Platzes zwischen Speicher und Mensa. Die Gewächshäuser werden in der Nähe der Mensa errichtet. Auch die neue Planung werde im vorgesehenen Kosten- und Zeitrahmen umgesetzt, sagt Suerick.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Bilder vom Richtfest der Hochschule Rhein-Waal

(RP/rl/jul)
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