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Kleve: "Nettpark": Ein Filetstück für Logistiker

Kleve : "Nettpark": Ein Filetstück für Logistiker

Die größte zusammenhängende Gewerbefläche Emmerichs soll mit einem neuen Anschluss an die A 3 noch attraktiver werden. Gedacht ist das Areal vorrangig für Logistiker, die für Emmerich bekanntlich ein wichtiger Wirtschaftsfaktor sind.

Nicht nur für den Kreis Kleve, sondern für ganz Nordrhein-Westfalen ist das keine alltägliche Hausnummer: Gute 50 Hektar misst das Gewerbegebiet "Nettpark", das am Ortsrand von Emmerich in den letzten Jahren entstanden ist. Ein Riesen-Grundstück - es ist die größte zusammenhängende Gewerbefläche der Stadt. Im Frühjahr 2007 wurde mit der Erschließung begonnen. Inzwischen haben sich dort ein großer Obi-Baumarkt und die Bremer Lagerhausgesellschaft (BLG), ein international agierender Logistiker, angesiedelt. Eine noch freistehende Fläche des ersten Planungsabschnitts wurde an einen niederländischen Investor verkauft.

Der Name "Nettpark" leitet sich zum einen von dem Standort - dem Emmericher Ortsteil Klein-Netterden - ab. Zum anderen soll er auf die großen Pluspunkte des Gewerbegebiets hinweisen: die gute Vernetzung mit den Verkehrswegen. Und die soll bald noch besser werden. Denn ein dritter Autobahnanschluss für Emmerich ist in der Planung - eine direkte Anbindung des Gewerbegebiets an die A 3. Wann die kommen wird, ist allerdings noch offen. Eine Bürgerinitiative hat Klage eingereicht. Ein Gutachten steht noch aus. Dennoch geht Emmerichs Bürgermeister Johannes Diks fest davon aus, dass der Anschluss genehmigt wird. "Wir sind da sehr zuversichtlich." Ungeachtet dessen läuft der "Nettpark" weiter voll. Ein Bebauungsplan für den zweiten Abschnitt des Areals ist in der Vorbereitung, Gespräche über die Ansiedlung eines weiteren Logistikers, der dort eine 60 000 Quadratmeter große Halle errichten will, stehen kurz vor dem Abschluss.

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Sollten sie erfolgreich verlaufen, sind insgesamt noch 25 000 Quadratmeter für die Vermarktung übrig, die Ziele, die sich die Vermarktungsgesellschaft Port Emmerich und die Stadtsparkasse Emmerich-Rees einst gesteckt haben, wären dann nahezu komplett erfüllt. "Beabsichtigt war von Anfang an die vorrangige Ansiedlung von Logistik-Unternehmen", sagt Bürgermeister Diks. Die Zahl der Arbeitsplätze, die dort entstehen sollten, sind schon jetzt übertroffen worden. Allein die BLG beschäftigt derzeit gut 300 Mitarbeiter, durch die Neuansiedlungen werden weitere folgen.

Für Emmerich mit einer Arbeitslosenquote von zuletzt 9 Prozent eine gute Nachricht. "Es ist nicht so wie oft behauptet wird, dass Logistik-Unternehmen nur viel Fläche verbrauchen, sie schaffen auch viele Arbeitsplätze", sagt Diks. Und die Branche scheint zukunftsträchtig. Untersuchungen besagen, dass die Logistk auch künftig stärker wachsen wird als die Wirtschaft insgesamt. Derzeit gibt es in Emmerich gut 40 Unternehmen, die dem Bereich Logistik/Spedition zuzurechnen sind. Sie sorgen für gut 1000 Arbeitsplätze in der Stadt. Wenn der "Nettpark" in naher Zukunft komplett vermarktet sein sollte, hat die Stadt Emmerich zwar kein Gewerbegebiet dieser Größe mehr in petto, "ganz ohne Flächen stehen wir dann aber auch nicht da", sagt Bürgermeister Johannes Diks.

(RP)