Kleve: Neigen und Strecken gegen den Schmerz

Kleve: Neigen und Strecken gegen den Schmerz

Serie 50 Jahre Kieser-Training: Diesmal geht es um die Halswirbelsäule, die nicht nur Büromenschen Probleme bereitet. Auch Handwerker, Köche oder Zahnärzte kennen Verspannung und Schwindel, die mit dem Nacken zu tun haben.

In seine Gesundheit oder in die seiner Liebsten zu investieren ist bestimmt nicht das schlechteste Geschenk. Deshalb weist Jakob Arnhold, Leiter des Klever Kieser-Training-Studios in der Siegertstraße, auf sein aktuelles Angebot hin: Sein "Festtagspaket" bietet 30 Tage lang kostenloses Training. Diverse Info-Materialien gibt's dazu, denn richtiges Training funktioniert umso besser, wenn man die theoretischen Hintergründe kennt. Wie der Körper funktioniert oder eben auch mal nicht so gut funktioniert - das hängt unter anderem von unserem Umgang mit Muskeln und Gelenken im Alltag ab. Fast auf jeden (Büro)-Menschen trifft zu: Einseitige Belastung und zu wenig Muskelmasse bereiten dem Haltungsapparat Probleme. Die durch geeignete Bewegung positiv beeinflusst werden können.

Beim Besuch der Rheinischen Post im Trainingscenter berichtete Arnhold diesmal vom HWS-Gerät. Die Halswirbelsäule ärgert sehr viele Männer und Frauen verschiedensten Alters. Wo sie zu schwach ausgebildet sind, drohen Schmerzen, Verspannungen, Schwindel. Selbst Kopfschmerz und Taubheitsgefühle können sich ergeben. Das Gegenmittel: gezielte Kräftigung. Arnhold macht's vor, nimmt auf dem Gerät mit sehr geradem Rücken Platz und lehnt den Hinterkopf gegen die Polster. Er neigt den Kopf und streckt ihn danach leicht rückwärts.

Beides sehr bewusst und vorsichtig, denn die Nackenmuskulatur ist empfindlich. Neben Streckung und Beugung der Halswirbels ist auch eine seitliche Bewegung möglich. "Unzählige Menschen haben Probleme mit der Halswirbelsäule. Bei Bürotätigkeiten sitzen wir viele Stunden fast bewegungslos auf dem Stuhl, lassen den Kopf leicht hängen, was zu Verspannungen im Nacken führt. Im Laufe des Tages sitzen wir auch nicht mehr gerade, sondern sacken zusammen, wodurch der Kopf weiter nach hinten gebeugt werden muss, um geradeaus zu schauen."

Nicht nur Büroangestellte, sondern auch Anstreicher, die stundenlang nach oben blicken müssen, Zahnärzte, die stundenlang nach schräg unten schauen oder Automechaniker, die über Kopf arbeiten - sie alle können häufig von HWS-Beschwerden erzählen. Und möchten sie gerne loswerden.

Noch eine Gruppe wird vermutlich in naher Zukunft Probleme bekommen: Junge Leute, die ausdauernd ihr Mobiltelefon im Blick haben. "Die Generation Handy wird mehr und mehr therapeutischer Hilfe bedürfen. Unsere Abteilung Forschung und Entwicklung hat das längst im Blick", sagt der Klever Fachmann, der für die Zukunft weitere spezialisierte Geräte aus dem Hause Kieser erwartet.

Auch Hausfrauen oder Köche, die schnippelnd und rührend an der Arbeitsplatte stehen, haben es oft regelmäßig mit dem HWS-Syndrom zutun. Also beinahe jeder, der Bewegung und Muskeltraining vernachlässigt.

(RP)