Findungsprozess im Kreis Kleve Vereinigte Wählergemeinschaften wollen mehr Zeit für Nationalpark-Entscheidung

Kreis Kleve · Soll sich der Kreis Kleve mit dem Reichswald als zweiter Nationalpark in NRW bewerben? Ein entsprechender Beschluss soll am Dienstag eigentlich vom Fachausschuss diskutiert werden. Die Vereinigten Wählergemeinschaften wollen aber mehr Zeit.

 Wird der Reichswald Nationalpark? Die Debatte läuft.

Wird der Reichswald Nationalpark? Die Debatte läuft.

Foto: Markus van Offern (mvo)

Am Dienstag berät der Kreisausschuss für Klima, Landwirtschaft, Umwelt und Naturschutz über die Bewerbung des Reichswalds als zweiten Nationalpark in NRW. Am 23. April soll die Entscheidung im Kreistag fallen. Die Vereinigten Wählergemeinschaften haben nun aber die Vertagung des Findungsprozesses beantragt. Der Vorsitzende Ralf Janssen sieht die Notwendigkeit weiterer Beratungen: „Die Entscheidung über eine mögliche Bewerbung des Reichswaldes als Standort für einen zweiten Nationalpark in NRW erfordert eine gründliche Prüfung aller vorliegenden Informationen und Meinungen. Angesichts des komplexen Findungsprozesses und der zahlreichen Ergänzungen sowie Eingaben sehen wir die Notwendigkeit, den Tagesordnungspunkt zu vertagen und die Diskussion in der nächsten Sitzung des Fachausschusses fortzusetzen.“

Der Antrag der Vereinigten Wählergemeinschaften sieht außerdem vor, dass die Verwaltung beauftragt wird, eine Übersicht über die eingereichten Stellungnahmen zu erstellen, die Risiken und Chancen gegenüberstellt. Diese Übersicht soll dem Fachausschuss als Grundlage für ihre weitere Arbeit dienen.

„Die Beratungszeit von neun Wochen, von Anfang Dezember, abzüglich der Weihnachts- und Urlaubszeit, reicht aus Sicht der VWG nicht aus, um ehrenamtlich eine so weitreichende Entscheidung zu treffen. Weitere Beratungen mit Verbänden, die sich bisher noch nicht geäußert haben, stehen zudem noch an. Daher bitten wir alle beteiligten sich zu gedulden und einer Vertagung in die nächste Sitzung des Fachausschusses zuzustimmen“, erklärt das Kreistagsmitglied Patricia Gerlings-Hellmanns.

(RP)
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