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Kleve: Nano-Truck gastiert an der Hochschule Rhein-Waal

Kleve : Nano-Truck gastiert an der Hochschule Rhein-Waal

Schon am Dienstag lernten Schüler in Workshops die Nanotechnologie in dem großen Wagen des Forschungsministeriums kennen.

Das Beispiel mit den Handys verstehen die Schüler sofort. "So sah ein Handy vor 20 Jahren aus", sagt Dr. Marco Kollecker und hält ein altes Gerät in die Luft — groß, mit dicken Tasten und einer Antenne. "Die heutigen kleinen Geräte werden mit Hilfe von Nanotechnologie hergestellt. Sie ermöglicht, auch auf kleinem Raum mehr Energie zu speichern", sagt der Fachmann.

Marco Kollecker ist Wissenschaftler des Nano-Trucks des Bundesforschungsministeriums. Auf 90 Quadratmetern können Interessierte dort alles rund um Nanotechnologie erfahren. An rund 220 Einsatztagen besucht er jährlich etwa 100 Einsatzorte in ganz Deutschland. Seit gestern steht der große Truck auf dem Campus der Hochschule Rhein Waal in Kleve.

Eingeladen hat die Hochschule, organisiert hat den Besuch das zdi-Zentrum Kleve. "Zukunft durch Innovation" bedeutet die Abkürzung — das Zentrum auf dem Campusgelände kümmert sich darum, Schüler und junge Leute besonders für naturwissenschaftliche und technische Fachdisziplinen zu begeistern und Talente zu entdecken und zu fördern. Das dient auch dazu, einem Fachkräftemangel in bestimmten Disziplinen zu vermeiden.

Bei den Schülern, die gestern im Nano-Truck an einem praktischen Workshop teilnahmen, hat das schon mal funktioniert. Mit einfachen Hilfsmitteln — rotem Tee, zwei Glasplättchen und Jod stellten sie selbst eine Solarzelle her, die Licht in Energie umwandeln kann. Neugierig hören die Oberstufenschüler zu, als Fachmann Niklas Kotmann ihnen den Versuchsaufbau erklärt. Und staunen, was Materiestrukturen, die millionenfach kleiner sind als ein Stecknadelkopf, zur Lösung wichtiger Zukunftsfragen beitragen können. Nanotechnologie wird zum Beispiel in der Medizin oder in der Bekleidungstechnik eingesetzt, erfahren die Schüler.

Entsprechende Exponate dazu können sie sich im Truck ansehen. "Für uns ist das etwas ganz Neues und sehr interessant", sagen Anna Hübbers und Hannah Schattmann. Die Zwölfklässlerinnen gehen zum Jan-Joest-Gymnasium in Kalkar und machen in diesem Sommer das Abitur. Dass sie mal etwas mit Nanotechnologie studieren, können sich die beiden allerdings nur schwer vorstellen.

Anlässlich des Tages der offenen Tür, der heute an der neuen Hochschule Rhein-Waal stattfindet, ist der nano-Truck auf dem Campus für alle interessierten Besucher von 11 bis 14.30 Uhr geöffnet. Um 11.30 und um 14.30 Uhr finden jeweils Kurzvorträge zu den Themen Nanotechnologie im Gesundheitssektor und in der Kommunikationstechnik statt.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Hochschule: Von der Planung bis zum Einzug

(RP/rl)