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Nachbesserungen waren nötig, um in Kalkar Haushaltsplan einzubringen

Defizite bei den Finanzen : Politik diskutiert über Haushaltsplan von Kalkar

Politik und Verwaltung haben sich in einer Arbeitsgruppe darüber auseinandergesetzt, wie man den Haushaltsplanentwurf weniger defizitär gestalten kann. Vorstellung im Hauptausschuss.

Im ersten Anlauf hatte Kalkars Kämmerer Stefan Jaspers den Haushaltsplanentwurf als reine „Diskussionsgrundlage“ bezeichnet. Insbesondere für die kommenden Jahre macht sich der Wächter über die Finanzen Sorgen, da erhebliche und kaum mehr aufschiebbare Investitionen auf die Kommune zukommen, während auf der Einnahmeseite freudige Überraschungen nicht zu erwarten sind. In den vergangenen Wochen hat sich eine kleine Gruppe aus Ratsmitgliedern mit der Verwaltungsspitze getroffen, um gemeinsam Einsparpotential zu finden. Das Ergebnis wird am heutigen Donnerstag im Haupt- und Finanzauschuss im Ratssaal vorgestellt.  Es wird eine Veränderungsliste und die Diskussion darüber geben. Die Kämmerei wird wegen Erkrankung von Jaspers durch  seinen Stellvertreter Stephan Paeßens vertreten.

Soviel vorweg: Das Jahresergebnis 2022 wird nach der Sitzung nicht viel besser aussehen als im Entwurf, ahnt auch Paeßens. Um diese Zahlen geht es: Der tabellarische Überblick listet im Ergebnisplan ordentliche Aufwendungen in Höhe von 33,1 Millionen Euro auf und Erträge in Höhe von 29,99 Millionen Euro. Die Differenz von minus 3,1 Millionen Euro wird durch Finanz- und außerordentliche Erträge reduziert, es bleibt jedoch (im ersten Entwurf) ein Minus von 2,25 Millionen Euro als Jahresergebnis. Das  muss durch eine Entnahme aus der Ausgleichsrücklage ausgeglichen werden. Im Finanzplan stehen Einzahlungen aus laufender Verwaltungstätigkeit von 27,3 Millionen Euro Auszahlungen aus laufender Verwaltungstätigkeit von 30,2 Millionen Euro gegenüber. Sorgen bereitet der Blick auf die kommenden Jahre, zumal die Auswirkungen von Corona auf Wirtschaft und Steueraufkommen noch kaum absehbar sind. Weniger problematisch sind Kredite für Investitionen in Höhe von vier Millionen Euro, dieser Summe steht ja ein Wert gegenüber.

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Sehr gut hätte es den Finanzen der Stadt getan, den Erlös aus einem Verkauf des Wisseler Sees verbuchen zu können. Doch dazu ist es bekanntlich nicht gekommen, weil die Mehrheit des Rats (anders als Forum und Bürgermeisterin)  das Konzept des Interessenten nicht überzeugt hat.