Kleve-Bimmen: Nachbarschaftsstreit in Bimmen eskaliert

Kleve-Bimmen : Nachbarschaftsstreit in Bimmen eskaliert

Polizei spricht von widersprüchlichen Aussagen. Angefahrener 44-Jähriger droht mit einer Pistole.

Ein Nachbarschaftsstreit, den zwei niederländische Familien in Kleve-Bimmen laut Polizei seit Monaten führen, ist am Samstag "offenbar eskaliert" - so sagte eine Sprecherin der Behörde. Ein Mann und eine Frau mussten im Krankenhaus behandelt werden.

Was sich genau in dem Dorf kurz vor der Grenze zu den Niederlanden ereignet hat, müssen die Polizeibeamten noch ermitteln. Die bisherigen Aussagen der Beteiligten und einiger Zeugen sind laut der Sprecherin derart widersprüchlich, dass sie keine eindeutigen Erkenntnisse über das Geschehen zulassen.

Auslöser des Streites war wohl, dass ein 63-Jähriger mit seinem Pkw den Wagen eines Besuchers seiner Nachbarn - ein 44 Jahre alter Mann, dessen 48-jährige Frau sowie deren 15-jährige Tochter - "zugeparkt" hatte. Zwar fuhr der Mann das Auto auf Aufforderung beiseite. Dann jedoch eskalierte die Situation.

Laut Angaben des 48-Jährigen, der mit einer Kamera Fotos gemacht haben will, fuhr der 63-Jährige dicht an ihn und seine Frau - beide standen auf der Straße - heran. Schließlich habe der Nachbar "Vollgas" gegeben. Der 48-Jährige will seitlich über die Motorhaube geflogen sein. Seine Frau sei von dem Wagen des 63-Jährigen gar einige Meter mitgeschleift worden und habe Platz-, Schürfwunden sowie Prellungen erlitten. Um den Eltern zu helfen, habe seine 15-jährige Tochter mit ihrem Ellenbogen die Heckscheibe des Autos eingeschlagen, berichtet der 44-Jährige. Er selbst sei schließlich wieder zum Wagen gerannt, habe den Nachbarn mit einer Schreckschusspistole bedroht und sich ein Handgemenge mit ihm geliefert. Schließlich will der 44-Jährige den Notruf 112 gewählt haben.

Die alarmierten Beamten nahmen widersprüchliche Aussagen auf - was wirklich geschehen ist, müssen sie nun "von Amts wegen" ermitteln, so die Polizeisprecherin.

(RP)
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