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Nach Bundestagswahl: FDP stellt sich hinter Kandidat Georg Cluse

Nach Bundestagswahl : FDP stellt sich hinter Kandidat Georg Cluse

Tausende Menschen im Kreis Kleve haben die FDP gewählt, aber nicht den Kandidaten Georg Cluse. Haben die Liberalen auf den falschen Mann gesetzt? Nein, sagt Parteichef Stephan Haupt. Er sieht das Ergebnis als Erfolg - im Vergleich zu 2017.

(lukra) Nach der Bundestagswahl stellt sich die FDP im Kreis Kleve demonstrativ hinter ihren Kandidaten Georg Cluse. Während die Partei 11,51 Prozent der Zweitstimmen holte, konnte sich der Klever 8,75 Prozent der Erststimmen sichern – insgesamt haben 4721 Menschen häufiger für die Partei als für den Kandidaten gestimmt. Haben die Liberalen also auf den falschen Kandidaten gesetzt?

Nein, meint der Kreisvorsitzende Stephan Haupt im Gespräch mit unserer Redaktion. Das Abschneiden sei im Gegenteil ein Erfolg: Nämlich dann, wenn man auf die Zahlen aus dem Jahr 2017 schaue. Damals hatte Ralf Klapdor als Kandidat 7,58 Prozent der Stimmen geholt, die Partei aber 13,53 Prozent. „Obwohl wir also bei den Zweitstimmen verloren haben, konnten wir bei den Erststimmen zulegen“, sagt Haupt. „Das hat Herr Cluse mit seinem großen Engagement geschafft.“

Die Lücke zwischen Erst- und Zweitstimmen bei der FDP erklärt sich der Kreisvorsitzende auch mit taktischen Wählern. „Man muss die Wähler bedenken, die mit der Erststimme CDU wählen, uns aber ihre Zweitstimme geben“, sagt Haupt. In der Vergangenheit habe es Zweitstimmen-Kampagnen gegeben, die bis heute noch bei Wählern verfingen. Cluse selbst zeigte sich schon am Wahlabend zufrieden mit dem Ergebnis: Kostenpflichtiger Inhalt „Die Stimmung ist zwischen gut und bestens“, sagte er im RP-Gespräch.