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Nabu-Klimascouts: Ein Ferientag für Natur und Klima

Nabu-Klimascouts : Ein Ferientag für Natur und Klima

Viele Fragen zu den Themen Natur, Klimawandel und Wasser beschäftigten 20 Kinder zwischen acht und zwölf Jahren am Ferienerlebnistag der Nabu-Naturschutzstation Niederrhein.

Was haben Autos, Kühe und Kraftwerke mit dem Klima zu tun? Was ist eigentlich genau Klima? Und wo werden die Eisbären leben, wenn das Eis beginnt zu schmelzen? Diese und viele weitere Fragen zu den Themen Natur, Klimawandel und Wasser beschäftigten 20 Kinder zwischen acht und zwölf Jahren, die am Ferienerlebnistag der Nabu-Naturschutzstation Niederrhein teilnahmen.

Treffpunkt war das Waldhaus von Caritas und Anna Stift Goch im Wald bei Kleve. Dort wurden zuerst Namensschilder gebastelt, dann ging es auf die weiträumige Wiese am Waldhaus, die von hohen alten Bäumen umrahmt ist. „Was ist denn Klima?“, fragte Betreuerin Ronny Rosenberg. Die richtige Antwort kam prompt aus dem Kreis der Kinder: „Klima ist Wetter über einen bestimmten Zeitraum.“ „Und Wetter ist das was wir täglich spüren, Sonne, Regen, Wind und Temperatur“, ergänzte Ronny. Die Teilnehmer bildeten einen großen Kreis, in dessen Mitte ein Rucksack gelegt wurde, er stellte die Erde dar. Dann „verwandelten“ sich einige Kinder in Autos, Kühe und Kraftwerke, damit landete immer mehr CO² in der Atmosphäre, dem Bereich zwischen Rucksack und Kinderkreis. Sehr schnell erfassten die Kinder die Zusammenhänge und kamen spielerisch und leicht, geführt durch die Fragen der Kursleiter, auf Wege, wie man zum Beispiel CO²-Ausstoß vermindern kann, und vor allem: was jeder Einzelne selbst tun kann. „Mal mit dem Rad fahren“, hieß es, oder „weniger Fleisch essen“. Dass der Verzicht auf das Auto anstrengend sein kann und dass Strom wichtig zum Aufladen der Handys ist, erwähnten die Kinder aber auch.

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Wasser war auch ein großes Thema des Erlebnistages: sie bastelten einen Wasserkreislauf im Glas, sie lernten mit spielerischen Experimenten, dass Wasser sich nicht vermehrt und nur in bestimmter Menge auf der Erde zur Verfügung steht. Sie spielten „Reise nach Jerusalem“ als „Eisbären“, die von einer Scholle zur anderen springen mussten. Als „Eisschollen“ dienten Zeitungen. Nach dem Essen (Spaghetti mit Tomatensoße) ging es gemeinsam durch den Wald zu den Sieben Quellen. Die Kinder hörten „Waldradio“ und spürten, wie schön kühl der Wald an einem schwülen Sommertag sein kann. Zum Schluss wurden Fragen zum Tag beantwortet und die Teilnehmer wurden mit Urkunden zu „Klimascouts“ ernannt.

„Vor allem möchten wir die Kinder in die Natur führen und sie für die Themen begeistern“, sagte Ronny Rosenberg. Sie absolviert beim Nabu Niederrhein ihr freiwilliges ökologisches Jahr. Dass viele Kinder schon einiges Vorwissen mitbringen, bestätigte ihr Kollege Flo Winkels: „Die kommen mit einem Riesen-Interesse hierher und nehmen auch viel mit.“ Rilana Seeler, die ebenfalls die Gruppe mitbetreute, berichtete, dass auch Berührungsängste, zum Beispiel angesichts eines Käfers auf dem Waldweg, abgebaut werden. „Wichtig ist uns, dass Kinder früh erkennen, dass jeder etwas tun kann für die Natur und ein gesundes Klima auf der Erde“, fügte Betreuerin Pia Kraemer hinzu.