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Kleve: Mutmaßliche Metalldiebe bleiben Prozess fern

Kleve : Mutmaßliche Metalldiebe bleiben Prozess fern

Vor einer Woche war es die Aschewolke, die verhinderte, dass drei britische Angeklagte sich am Klever Landgericht wegen Metalldiebstahls verantworten mussten – ihr Flieger konnte nicht abheben.

Vor einer Woche war es die Aschewolke, die verhinderte, dass drei britische Angeklagte sich am Klever Landgericht wegen Metalldiebstahls verantworten mussten — ihr Flieger konnte nicht abheben.

Am Mittwoch war zwar von der Aschewolke nichts mehr zu sehen, aber auch wiederum nichts von zwei der insgesamt fünf Angeklagten. Die beiden blieben dem Prozess ohne Begründung fern.

Lastwagendiebstahl in Kalkar

Die fünf britischen Landfahrer sind angeklagt, zwischen Oktober 2008 und September 2009 verschiedene Diebstähle begangen zu haben. So sollen die Täter im Alter von 28 bis 47 Jahren im Oktober 2008 das Tor zu einer Lagerhalle einer Recyclingfirma in Kalkar aufgehebelt haben. Laut Anklageschrift brachen die Diebe dort einen Lastwagen auf und beluden ihn mit Kupferschrott im Wert von 50.000 Euro.

Im November 2008 sollen die Männer am gleichen Ort auf gleiche Weise zwei Lastwagen und Kupferschrott im Wert von 110.000 Euro gestohlen haben. Außerdem müssen sich die Männer noch für weitere Diebstähle ähnlicher Art in anderen Orten Deutschlands verantworten.

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Ein Angeklagter gestand gestern, dass er an einem Einbruch in eine Metallfirma in Neckarsulm beteiligt war. Er wurde zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr verurteilt. Der Prozess gegen die verbliebenen mutmaßlichen Bandenmitglieder wird fortgesetzt.

Gekidnappt und gefoltert

Ein Angeklagter berichtete der Kammer gestern von seiner Vergangenheit. Er sei Alkoholiker und drogenabhängig. Drogendealer hätten ihn in England gekidnappt und gefoltert. Vor ihnen sei er nach Deutschland geflohen. Beim nächsten Verhandlungstag soll Jack Kreutz, Fachbereichsleiter Forensik der LVR-Klinik in Bedburg-Hau ein psychologisches Gutachten über diesen Angeklagten vorstellen