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Museum Schloss Moyland soll einen Klettergarten bekommen

Pläne für den Park : Schloss Moyland in den Bäumen

Nicht nur das Schloss, auch der Park rund um Moyland soll attraktiver werden. Vor allem für die kleinen Besucher, die eine Abenteuer- und Erlebnisspielfläche bekommen sollen. Dafür sucht der Förderverein Sponsoren.

Die Animation der Baumbaron-Planer aus Tegernsee für Museum Schloss Moyland begeistert auf Anhieb: Darauf schwebt Schloss Moyland viertürmig wie eine Robin-Hood-Burg zwischen den Bäumen. Es gibt eine schicke geschwungene Treppe zu einer Aussichtskanzel, es gibt lange Hängebrücken zum Schloss und noch eine Aussichtskanzel. Und alle hängen irgendwo in den Baumkronen. Mit dem Schloss in den Bäumen haben die Planer aus Bayern der Vision des Fördervereins Museum Schloss Moyland ein Gesicht gegeben. Schon lange hat der Förderverein unter seinem Vorsitzenden Frank Ruffing die Idee, Kindern Schloss und Park schmackhafter zu machen.

Ruffing und sein Stellvertreter, der Kalkarer Architekt Gunnar Ader, stellten das Projekt jetzt bei der Jahrespressekonferenz in Moyland vor. Die Baumhäuser seien inzwischen mehr als eine Vision: Schon in diesem Jahr wolle man mit dem Bau dieser Walderlebnislandschaft mit Schloss beginnen. Deshalb suche man jetzt vor allem Sponsoren, die bereit sind, das Vorhaben zu unterstützen, sagt Ruffing. Die Kostenschätzung liegt bei rund 50.000 Euro für jede der drei Plätze, die ganze Anlage würde rund 150.000 Euro kosten. Ader ist zuversichtlich, dass man in diesem Jahr mindestens mit der ersten Aussichtskanzel in den Bäumen beginnen könne.

Julia Niggemann, Verwaltungsdirektorin und Geschäftsführerin von Museum Schloss Moyland, ist begeistert von der Idee. Denn es sei Konzept, den Park künftig mehr in die Museumsarbeit einzubeziehen und ihn attraktiver zu machen. Man plane einerseits, neue Anreize zu schaffen, andererseits aber auch, die einst von den Gartenarchitekten Wörner rekonstruierte Anlage wieder in ihren Zustand von 1997 zu versetzen. Weil der Park allerdings unter Denkmalschutz stehe, habe man alle Vorhaben, wie auch die der Plattformen in den Bäumen, vorher genau prüfen müssen. Jetzt habe man grünes Licht, sagt Niggemann.

Gebaut werden soll die Erlebnis- und Abenteuerfläche im hinteren Wäldchen des Parks rund um das einstige Mausoleum. „Dieser Wald ist ein momentan wenig genutzter, sehr geschützter, wertvoller und schöner Lebensbereich, dessen Potenzial bis jetzt nur wenig ausgeschöpft wurde“, sagt Ruffing. Natürlich solle die Erlebnisfläche auch auf dem Boden attraktive Angebote für kleine und große Kinder haben. Mit diesem Projekt verspreche sich der Förderverein einen deutlichen Mehrwert und eine Steigerung für die Besucherzahl.

Stolz sind Ruffing und Ader auch auf die große Zahl der Kinder und Jugendlichen, die inzwischen Mitglied der Museumskids von Schloss Moyland sind. 160 Anmeldungen kann der Verein da verzeichnen. Und für die Kids gibt’s ab der nächsten Ausstellung auch eine weitere Attraktion: Künftig heißt es nämlich bei den Ausstellungseröffnungen von Schloss Moyland: „Schau vorbei!“. Das ist dann eine spezielle Ausstellungseröffnung für Kinder, sagt Sarah Lampe von der Moyländer Museumspädagogik. Erstmals zur Eröffnung der Ausstellung Friederike Hinz „Sehfelder“.

„Wir werden künftig mit unseren Angeboten viele verschiedene Besuchergruppen ansprechen und Moyland noch breiter aufstellen“, blickt Niggemann nach vorne.