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Bedburg-Hau-Hasselt: Mundartmesse zum 80. Weihfest der St.-Stephanus-Kirche

Bedburg-Hau-Hasselt : Mundartmesse zum 80. Weihfest der St.-Stephanus-Kirche

Das Gotteshaus in Hasselt war mit Blumen und Fahnen geschmückt. Das 80. Kirchweihfest der St.-Stephanus-Kirche, die am 20. Juli 1933 durch Weihbischof Dr. Scheifes eingeweiht wurde, feierte die Gemeinde mit einer Mundartmesse, die von den Heimatfreunden Hasselt vorbereitet wurde.

Pfarrer (em.) Günter Aengenheyster aus Kleve, der mit Dechant Jürgen Lürwer die Festmesse zelebrierte, stellte die Predigt unter den Gedanken der Gastfreundschaft. Im Blick auf das Sonntagsevangelium von Martha und Maria gehöre, wenn man Jesus folge, das Hören auf Gottes Wort und das Handeln beides zusammen. Auf Gottes Wort allein zu hören und nicht danach zu handeln, sei ebenso verwerflich wie reine Geschäftigkeit.

Bei der Heiligen Messe wirkten der Kirchenchor Hasselt, Organist Dieter Albers und als "Vörbäjer" Lothar Winkels mit. Die Lesung, das Evangelium und die Gebete des 16. Sonntags im Jahreskreis, hatte Josef Verstegen in Plattdeutsch übersetzt. In den Fürbitten wurde der Menschen und aller Vereine im Dorf Hasselt gedacht. Und so sangen Chor und Gemeinde zu Ehren des Patrons ihrer Kirche: "De Hasseltse Mensse hier fiere vandag met vööl Pläsier dän grooten Dag, dän Ouw brengt Eer."

Nach dem Gottesdienst versammelte sich die Gemeinde vor dem Portal der Kirche, wo durch Mitglieder der Heimatfreunde Hasselt eine Plakette enthüllt wurde. Vizevorsitzender Elmar Kröll verlas den Text: "Für die St.-Stephanus-Kirche in Hasselt fand nach den Plänen des Emmericher Architekten J. van Aaken die Grundsteinlegung am 17. Juni 1932 statt.

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Die Altarwand wurde mit einem Freskogemälde (Kreuzigungsgruppe) von Bernd Terhorst gestaltet. Eingeweiht wurde diese Kirche am 20. Juli 1933 von dem Weihbischof Dr. Scheifes." Dechant Lürwer, der die Plakette segnete, betonte, dass diese nicht nur eine Wegmarke der Information sei, sondern auch eine Erinnerung daran, warum die Menschen damals durch körperliche Kraft und eine große Spendenbereitschaft die Mühen des Kirchbaues auf sich nahmen. Dann ging es zur Hasselter Kapelle, wo Heimatfreunde-Vorsitzender Oliver Birkhahn und Vizevorsitzender Elmar Kröll eine Stele enthüllten. Hier lautet der Tafeltext: "Urkundlich wird diese Kapelle im 13. Jahrhundert erwähnt. 1635 kam die Hasselter Kapelle in den Besitz der Reformierten. Im Religionsvergleich von 1672 wurde sie den Katholiken wieder zuerkannt. Seit 1826 wurde diese Kapelle als Schule genutzt. Ab 1937 diente der Raum als Feuerwehr-Gerätehaus, und der Turm eignete sich zur Schlauchtrocknung. Zur Zeit dient die Kapelle als Trauerhalle."

Pfarrer Lürwer verband seinen Dank an die Heimatfreunde mit dem Wunsch, "dass alle, die vorbeikommen, auf die wechselvolle Geschichte des wohl ältesten Hauses in Hasselt hingewiesen werden."

(RP)