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Mülltonnen in Kleve bekommen Transponderchips

Umrüstung bis Juni : Mülltonnen in Kleve bekommen Transponderchips

Die Abfallbehälter in Kleve werden umgerüstet: Das bisherige Strichcode-System soll durch Transponderchips ersetzt werden. Die Bürger müssen dafür mithelfen. Im Juni soll die Umrüstung abgeschlossen sein.

Nach der Einführung der gelben Tonne im Jahr 2021 setzen die Umweltbetriebe der Stadtwerke Kleve (USK) nun ein weiteres Großprojekt um: Alle Mülltonnen in Kleve müssen umgerüstet werden. Aktuell nutzen die USK ein Barcode-System, um die Tonnen identifizieren zu können. Die jeweiligen Etiketten sind auf die Behälter von Rest-, Papier- und Bioabfall geklebt. Das System wurde 2013 eingführt, ist zwischenzeitlich aber in die Jahre gekommen, wie es heißt. Die Schwierigkeiten beim Auslesen des Barcodes nehmen zu. Also soll, wie bereits im neuen Abfallkalender angekündigt, nun das System modernisiert und durch Transponderchips ersetzt werden. „Dafür bedarf es erneut der Mithilfe der Bürger,“ sagt Karsten Koppetsch, Vorstand der USK. Er sei aber zuversichtlich, dass die Umsetzung wie geplant erfolgen wird. Ab dem 1. Juni sollen dann nur noch Abfallbehälter geleert werden, die mit einem Transponderchip versehen und registriert sind.

Das System soll die eindeutige Zuordnung der Tonnen zu den Aufstelladressen und zu den jeweiligen Entleerungstouren ermöglichen. Die Abfallsammelfahrzeuge sind mit entsprechenden Lesegeräten ausgestattet. Diese erkennen den Transponderchip und gleichen ab, ob der Abfallbehälter auch für die Tour registriert ist. So soll weiterhin sichergestellt sein, dass nur angemeldete Abfalltonnen und diese auch nur auf den zugehörigen Touren gekippt werden.

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„Dadurch, dass es nicht zu Doppelleerungen oder der Leerung von nicht angemeldeten Gefäßen kommt, verbessern wir die Entgeltgerechtigkeit und können außerdem effizienter arbeiten“, sagt Karsten Koppetsch. Die letzten Vorbereitungen für das große Projekt laufen bei den USK und einem beauftragten Unternehmen aus Bielefeld demnach auf Hochtouren.

Ab Donnerstag, 24. Februar, werden die ersten Informationsschreiben an die Gebührenzahler versandt. Darin wird den Bürgern ihr persönlicher Chipping-Termin der Tonnen mitgeteilt. Außerdem werden sie über den genauen Ablauf informiert und gebeten, die betroffenen Behälter mit den Aufklebern zu versehen, die im Schreiben beigefügt sind. Die Behälter sollen dann zum angekündigten Termin gut zugänglich an die Straße beziehungsweise ans Grundstück gestellt werden. Die Informationsschreiben werden jeweils etwa zehn bis 14 Tage vor dem beabsichtigten Chipping-Termin versandt. Für sämtliche Rückfragen wird ab dem 24. Februar eine Hotline unter Telefon 02821 899488 geschaltet.

Ab dem 7. März werden die Montageteams des beauftragten Unternehmens starten. Koppetsch schildert den genauen Ablauf: „Die Teams werden mit gelben Warnwesten der Firma C-Trace gut erkennbar sein. Die durch unsere Kunden am Grundstück bereitgestellten und zuvor mit den im Schreiben beigelegten Aufklebern markierten Behälter werden kontrolliert, mit dem vorhandenen Bestand abgeglichen, mit einem Strichcode versehen und der orangefarbene Transponderchip wird unter dem Tonnenrand angebracht. Bei älteren Tonnen muss der Transponderchip von oben eingefräst werden.“

Eines ist Koppetsch wichtig, wie er sagt: „Der Datenschutz ist weiterhin sichergestellt. Wie bereits beim Barcode-Ident-System werden auf dem Transponderchip keine Daten über unsere Kunden gespeichert. Er erkennt auch nicht, was oder wieviel in den Tonnen an Abfällen enthalten ist. Es geht nur darum, die Tonnen den Haushalten zuzuordnen und die Leerungen zu kontrollieren.“

Informationen zum Datenschutz haben die USK auch auf der Internetseite www.kleve.de/de/usk/usk-allgemein veröffentlicht, sie können ebenfalls bei der Hotline angefordert werden.