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Bedburg-Hau: Moyland mit goldenem Mann

Bedburg-Hau : Moyland mit goldenem Mann

Die künstlerische Direktorin von Museum Schloss Moyland, Dr. Bettina Paust, stellte das Ausstellungsprogramm für das Jahr 2012 vor. Das Jahr startet mit dem ersten Wechsel in der Sammlungspräsentation, widmet sich Beuys-Brieffreund Byars und stellt im Herbst junge Künstler vor.

Ein Mann mit Hut aufgebahrt in einem Zimmer voll Gold. Es ist James Lee Byars während einer seiner Aktionen. Byars, der einen regen Briefwechsel mit Beuys führte. Eher gesagt, der Brief-Kunstwerke an den niederrheinischen Bildhauer schickte. Jene Werke, die Moyland einmal in den Anfangszeiten in einer vielbeachteten Ausstellung präsentierte. Lange Lettern auf goldenem Papier waren darunter. Gold, wie die Amphore des Objektkünstlers "Delphi Orakel" im Graben von Schloss Moyland. Und um Gold und Asche geht es in der ersten großen Wechselausstellung im Schloss Moyland.

Museumsdirektorin Dr. Bettina Paust stellte das Ausstellungsprogramm von Museum Schloss Moyland vor. Foto: Gottfried Evers

Die trägt viele große Namen der internationalen Nachkriegskunst zusammen. Byars eben, es fehlt nicht Beuys, nicht Yves Klein. Rebecca Horn ist ebenso dabei, wie Anish Kapoor, der heute mit seinen perfekt gearbeiteten Riesen-Blubbs aus Edelstahl begeistert. Es ist eine Ausstellung, die zuerst im Museum MARTa in Herford läuft und dann in veränderter Form nach Moyland kommt, erklärt Moylands stellvertretende Direktorin und künftige Leiterin des Beuys-Archivs, Dr. Stefanie Heckmann. Die Zusammenarbeit basiert vor allem auch darauf, dass Moyland einen großen Teil der Leihgaben für die Herforder Ausstellung gab.

Es ist ein auf den ersten Blick kurzes Programm, das Moylands künstlerische Direktorin Dr. Bettina Paust auf der Jahrespressekonferenz von Museum Schloss Moyland präsentierte — zwei große Wechselausstellungen stehen darin. "Asche und Gold — eine Weltenreise" mit der Kunst der Zeit nach 1945, mit großen bekannten Namen ist vom 13. Mai bis zum 19. August zu sehen. Es folgt "SuperVisions — Zeichnen und Sein". "Mit Matthias Böhler und Christian Orendt, die gemeinsame Projekte realisieren, mit Heiner Frenzen und vielen mehr stellen wir aktuelle künstlerische Positionen vor, deren Schwerpunkt im Bereich der Zeichnung liegt", sagt Heckmann. Eröffnung der Ausstellung, zu der Künstler auch Einrichtungen direkt für Moyland machen, ist am 9. September, sie läuft bis 7. April.

Zu diesen zwei Ausstellungen werden die Moyländer die ersten Wechsel in der Sammlungspräsentation machen müssen. "Das ist ja Teil unseres Konzeptes", sagt Paust. Wichtig für die empfindlichen Zeichnungen und Drucke, noch wichtiger, damit Moyland spannend bleibt, wieder Menschen lockt, die stets was Neues und nicht ewiges Einerlei geboten bekommen. Alle Räume in denen Zeichnungen zu sehen sind, wechseln. Die Themen bleiben erhalten (31. März). Und beim zweiten Wechsel ist sogar der Carlsen-Verlag dabei, der im Herbst einen Museumskrimi in Moyland herausgibt.

(RP/jul)