Mehr als 110 Aussteller So wird das Garten- und Kräutergartenfest in Moyland

Bedburg-Hau · Am Himmelfahrtswochende steigt am Schloss die Veranstaltung GartenLeben samt Kräutergartenfest. 110 Aussteller werden vor Ort sein. Zentral stehen der „Kräutermagier“ Gregor Keller und die Hutmacherin Dorothea Wenzel.

Im vergangenen Jahr besuchten mehr als 10.000 Menschen das Kräutergartenfest am Schloss Moyland. Diesmal könnten es, so hoffen die Ausrichter, noch mehr werden – dafür muss aber das Wetter stimmen.

Im vergangenen Jahr besuchten mehr als 10.000 Menschen das Kräutergartenfest am Schloss Moyland. Diesmal könnten es, so hoffen die Ausrichter, noch mehr werden – dafür muss aber das Wetter stimmen.

Foto: Markus van Offern (mvo)

Eine Landpartie im Park von Museum Schloss Moyland: Am Himmelsfahrtswochenende, 9. bis 12. Mai, steigt die Veranstaltung „GartenLeben“, in der Region besser bekannt als Kräutergartenfest. 110 Aussteller, die sich quer übers Parkareal verteilen, und mehr als 10.000 Besucher werden erwartet. Die Veranstalterin Anke Peters sagt: „Wir wollen den Besuchern Inspiration bieten, zeigen, wie man seinen Garten blumiger, duftender und kreativer gestalten kann.“

Roswitha Albrecht, Antje-Britt Mählmann, Gregor Keller und Anke Peters (v.l.) freuen sich auf die diesjährige Auflage der Landpartie.

Roswitha Albrecht, Antje-Britt Mählmann, Gregor Keller und Anke Peters (v.l.) freuen sich auf die diesjährige Auflage der Landpartie.

Foto: Maarten Oversteegen

Ein Stammgast der Veranstaltung ist Gregor Keller, der in der Szene auch „Kräutermagier“ genannt wird. Der Kräutergärtner aus Datteln setzt auf Bio-Anbau. „Ich bin ein bodenständiger Gärtner, der den ganzen Tag auf unserem heiligen Acker arbeitet“, sagt Keller. „Wir wollen in Vergessenheit geratene Kräuter, die bisweilen als Unkraut zwischen Gartentor und Haus beleidigt werden, in den Mittelpunkt rücken.“ Welche Duft- und Heilpflanzen er zum Schloss Moyland mitbringt, sei aber noch offen. „Das hängt vom Wetter ab, wie es bis dahin wächst.“ Minze werde es jedenfalls nicht sein, wegen der vielen Niederschläge in den vergangenen Monaten falle die Ernte fast gänzlich aus. Dafür könnten Giersch, Schöllkraut oder Herzgespann zu sehen, zu riechen, zu fühlen und zu schmecken sein.

Ein Besuchermagnet soll auch wieder Künstlerin und Dekorationsexpertin Dorothea Wenzel sein, die vor Ort auf den Kunden zugeschnittene Hüte fertigt. „Viele gehen etwas scheu zu ihr, kehren aber stolz wie ein Pfau mit einem perfekt zur Persönlichkeit passenden Hut wieder zurück“, sagt Peters. Und passend zum Ort schlagen viele der kreativen Hut-Ideen eine Brücke ins Reich der Pflanzen, Sträucher und Bäume.

Schließlich soll die „GartenLeben“ zuvorderst darüber informieren, wie Gartengestaltung im 21. Jahrhundert funktioniert. So werden nicht nur Blumen, sondern auch Gartenkeramik, Kunst und Antiquitäten gezeigt. Und die Veranstalter versprechen Insidertipps: Wie züchtet und pflegt man Rosen? Wie gestaltet man einen Garten insektenfreundlich? Welche Terrassenmöbel fügen sich passend ins grüne Drumherum ein? „Pflanzendoktor“ Franz Beckers erklärt, wie kranke Pflanzen wieder gesund werden. Besucher sollen sogar Bodenproben und Blätter mitbringen, so wird die Beratung alltagstauglich. Und der Gärtner erklärt, was Schnecken vom Basilikum oder den Zünsler vom Bux abhält. Beim Pilzseminar „Village Fungi“ wird erklärt, wie der Hobbygärtner Speisepilze im heimischen Garten etwa auf Baumstämmen oder in Pilzbeeten züchten kann. Um die Ausstellungsflächen herum haben die Organisatoren ein Programm auf die Beine gestellt. So finden Kräutergartenführungen statt, Klavierspieler Norbert Schulte im Café sorgt für musikalische Begleitung. Als sogenannter „Walking Act“ ist die Mimikfigur Jochen der Elefant mit von der Partie. Er ist mit dem Fahrrad auf dem Areal unterwegs.

Übrigens: Die Zielgruppe der Schau ist aus Sicht der Veranstalter von OpenMind Management aus Wuppertal, die bundesweit vergleichbare Events rund um Schlösser und Bugen ausrichten, groß. Es seien nicht nur Fans von akkurat auf Kante geschnittener englischer Rasen eingeladen, sondern auch Verfechter der Wildwuchs-Idylle. „Das wird eine tolle Ausstellung, auf die man gespannt sein darf: Vielfalt ist gewiss“, sagt Museumsdirektorin Antje-Britt Mählmann.

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