Kleve: Mountainbike-Rennen auf dem Airport

Kleve: Mountainbike-Rennen auf dem Airport

Sein zehnjähriges Bestehen feiert der Flughafen Weeze mit einem zweitägigen Sportereignis. Am 25. und 26. Mai gibt es ein Mountainbike-Rennen und einen Cross-Lauf. Die Strecken führen auch durch Waldgebiete und Kiesgruben.

Ein Radrennen quasi mitten auf dem Flughafen bei laufendem Betrieb — das ist schon etwas Besonderes. Aber die Mountainbiker, die sich der Herausforderung stellen, müssen weit mehr leisten als über Asphalt fahren. Die Strecke, die den "Airportweeze-Cross" ausmacht, führt auch durch den Wald und in benachbarte Kiesgruben. Ähnlich wird es den Läufern ergehen, die einen Tag später starten. Der Airport Weeze feiert sein zehnjähriges Bestehen im Mai mit einem anspruchsvollen Sportereignis. Rund 2000 Männer und Frauen können mitmachen, zudem wird mit vielen Zuschauern gerechnet.

Wobei: Ganz so viele Gäste wie beim "Fisherman's Friends Strongman Run" sollen es gar nicht werden. Vor drei Jahren hatten der Veranstalter und der Flughafen einvernehmlich festgestellt, dass die Infrastruktur in Weeze dem Andrang auf das Ereignis nicht gewachsen war. Kilometerlange Staus hatten sich an den Zufahrten gebildet, so dass Aktive wie Zuschauer nicht pünktlich am Start sein konnten. Nach zwei Jahren ohne publikumswirksames Sportereignis nimmt der Airport die Sache nun selbst in die Hand und lädt Läufer wie Zweiradkönner zum großen (aber eben nicht riesigen) Hindernis-Wettbewerb ein.

Marketingchef Holger Terhorst ist mit der Vorbereitung weit gediehen. "Auch dank einiger fitter Jungs, die das alles mit uns ausgeheckt haben", sagt er. Probetouren über Stock und Stein, vorbei an Hangars und Bunkern der ehemaligen Airforce-Base haben schon stattgefunden, jetzt startet die Werbung.

Anmeldungen sind über das Internet möglich. Was Terhorst besonders freut: "Wir können in die Mountainbike-Tour den nördlichen Rollweg einbeziehen, weil es gegen 9 Uhr keine Starts und Landungen geben sollte." Der "Slot", der dazu genutzt wird, kann sich durch eventuelle Flugverspätungen etwas verschieben — die Teilnehmer wissen ja, wo sie in die Pedalen treten.

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Gestartet wird am Samstag, 25. Mai, ab 9 Uhr auf einem asphaltierten Teilstück des Event-Geländes. Es folgt der "Taxiway" neben der Start- und Landebahn, weiter geht's über den Flughafenring und durchs Gelände — Kiesgruben inklusive. Die Strecke ist über drei Runden 35 Kilometer lang. Wer sich die Distanz alleine nicht zutraut, kann im Team starten. "Wir hoffen, dass auch viele Firmenstaffeln an den Start gehen werden. Dabei teilen sich drei Sportler die Strecke", erklärt Terhorst. Nur einer bekommt den Transponder für die elektronische Zeitmessung, er muss also weitergegeben werden.

Zur Siegerehrung gegen 13 Uhr können die Schnellsten ihrer Altersklassen Pokale und Medaillen erwarten, eine Teilnehmerurkunde darf sich jeder am heimischen Computer selbst ausdrucken. Kleine Präsente sind für jeden, der das Ziel erreicht, vorhanden. Teil 2 der Veranstaltung findet am folgenden Tag statt. Maximal 1500 Starter können sich anmelden zu dem 12,6 Kilometer langen Run. Der führt über drei Runden sowohl über befestigte Wege, als auch querfeldein und in die Kiesgruben. Auch hierbei sind Staffeln mit je drei Teilnehmern möglich; der Lauf soll sowohl für reine Hobby-, als auch für ambitioniertere Sportler attraktiv sein.

Die Altersklassen werden im Fünf-Jahres-Rhythmus gewertet; unter 18-jährige Teilnehmer brauchen jedoch die Einverständniserklärung der Eltern. Für alle Sportler werden Duschen und Umkleidemöglichkeiten zur Verfügung auf dem Gelände stehen, das Parken auf dem Gelände kostet zwei Euro. Am Sonntagnachmittag geht das Sport-Event in eine Kirmes samt Flugschau über.

(RP/ac)
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