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Kalkar: Monrestraße bleibt Sorgenkind

Kalkar : Monrestraße bleibt Sorgenkind

Einzelhandelskonzept für Kalkar: Stadtforscher empfehlen im Kampf gegen Siechtum der Monrestraße Zusammenlegung von Geschäftslokalen. Augenmerk auf Tagestouristen: Souvenirs in Innenstadt verkaufen.

Einen Plan zur Aufwertung der Monrestraße in Kalkar als innerstädtische Einkaufsmeile wird es nicht vor dem Jahr 2013 geben. Das sagt das Dortmunder Stadtforschungsbüro Junker und Kruse. Es kündigt aber an, weiterhin Gespräche mit Hauseigentümern zu führen, um das Sorgenkind Monrestraße attraktiver zu gestalten. Das erklären die Experten in einem Einzelhandelskonzept, das die Forscher für die Stadt Kalkar erstellt haben.

Darüber wird der Planungsausschuss am Donnerstag, 9. Februar, um 18 Uhr im Rathaus diskutieren. Die Leitlinien sind verbindliche Grundlagen für künftige Entscheidungen über die Stadtentwicklung. Dabei empfehlen die Planer den Politikern, keine weiteren Einzelhandelsflächen in Randlagen zu genehmigen und das Augenmerk auf die Verbesserung des innerstädtischen Handels zu legen.

Für eine Kommune mit der Größe Kalkars gebe es im Kernbereich der Altstadt zu wenig Geschäfte, so die Forscher. Leerstände sollten daher beseitigt werden, um das Zentrum zu stärken. Das Büro empfiehlt im Kampf gegen das Siechtum der Monrestraße, Ladenlokale in Erdgeschossen zusammenzulegen.

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So könnten durch größere Flächen Magnetbetriebe angesiedelt werden. Zudem seien die Eingänge insbesondere zur Monrestraße "wenig markant und entfalten keine direkte Sog- und Lenkwirkung". Dagegen sei der historische Stadtgrundriss für Besucher "klar ablesbar". Hier sehen die Forscher die eigentliche Stärke.

"Das historische Flair der Innenstadt stellt ein touristisches Anziehungspotenzial dar und kann insbesondere Tagestouristen zu einem Bummel durch den mittelalterlichen Altstadtkern locken", betonen die Planer. Der "Urlauber" werde in Kalkar kaum etwas für den persönlichen Bedarf kaufen, sondern ausschließlich für den "persönlichen Lustgewinn". Daher sollten regionale Besonderheiten, handwerklich hergestellte Erzeugnisse sowie weitere Souvenirs angeboten werden, so die Experten.

Da "aktuell und auch nicht absehbar" im gesamten Altstadtkern keine größeren Flächen zur Verfügung stünden, könnten als "Impulsgeber" für das Zentrum freie Flächen südlich der Altkalkarer Straße zwischen Klever Straße/Bahnhofstraße und Josefsplatz dienen, meinen die Forscher.

Die Einzelhandels- und Dienstleistungsflächen nördlich der Altkalkarer Straße seien allerdings minderwertig. Das Gelände des ehemaligen NHG-Marktes mit geplanter Einzelhandelsbebauung und bereits angrenzenden Geschäften habe zwar eine Nahversorgungsfunktion, sei aber wegen der Lage vor allem für Kunden mit Autos geeignet, sagt Junker und Kruse. Das Problem sei jedoch, dass derzeit keine "funktionale Anbindung zum Altstadtbereich besteht".

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(RP)