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„Mobile Retter“ im Kreis sind ein preiswürdiges Projekt

Lebensretter : „Mobile Retter“ im Kreis sind für NRW-Preis nominiert

Stefan Ast von der NRW-Stiftung und Andreas Kersting vom Referat „Bürgerschaftliches Engagement“ der Staatskanzlei informierten mit Landrat Wolfgang Spreen über das Leben rettende Angebot.

Die Idee stammt nicht aus Kleve, sondern aus Gütersloh, aber im hiesigen Kreis wurde sie preisverdächtig gut umgesetzt, finden NRW-Stiftung und Staatskanzlei. Das Projekt „Mobile Retter“, das qualifizierte Ersthelfer über eine Smartphone-App alarmiert, ist nicht nur für den Engagementpreis 2019 nominiert, sondern wurde bereits als Projekt des Monats ausgezeichnet. Stefan Ast von der NRW-Stiftung und Andreas Kersting vom Referat „Bürgerschaftliches Engagement“ der Staatskanzlei informierten mit Landrat Wolfgang Spreen über das Leben rettende Angebot.

„Wir hatten die Teilnahme an dem Projekt zwei Jahre lang vorbereitet und fingen Mitte 2017 mit der Umsetzung an. Schnell machten 150 ehrenamtliche Helfer mit, bis heute sind es sogar 360“, erklärt Spreen. 450 Einsätze kamen schon zustande, und vermutlich hat mehr als ein Mensch der schnellen Reaktion eines oder mehrerer Helfer sein Leben zu verdanken.

Wobei Spreen sehr deutlich sagen möchte, dass die Ehrenamtler keinesfalls dazu da seien, eventuelle Schwächen des Rettungsdienstes (die er nicht bestätigt) auszugleichen. „Die Mobilen Retter bieten ein Plus an Versorgungssicherheit. Dahinter steht auch nicht etwa die Idee, den Rettungsdienst zurück zu fahren“, versichert der Landrat. Von den fünf Rettungswachen (und zwei Nebenstellen) des Kreises aus soll jeder Einsatzort innerhalb von neun Minuten erreicht sein. Die Mobilen Retter sind manchmal schneller - weil sie gelegentlich in der Nachbarschaft wohnen. In städtischen Gegenden ebenso wie auf dem Dorf. Die Teilnehmer am Projekt sind immer medizinisch vorgebildet (etwa Praxispersonal oder Feuerwehrleute) und werden intensiv geschult. Auch rechtlich sind sie durch die Zusammenarbeit mit der Kreisverwaltung auf der sicheren Seite. Technisch läuft es so ab: Wenn ein Augenzeuge die 112 wählt, weil jemand ohnmächtig ist oder einen Herz-Kreislauf-Stillstand aufweist, „appt“ die Leitstelle parallel zum Rettungswagen Mobile Retter an, die in der Nähe geortet werden. Im Idealfall sind die dann blitzschnell zur Stelle. Vorbildlich, findet die NRW-Stiftung.