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Kleve: Minoritenplatz: Klever Jusos kritisieren Sontowski-Pläne

Kleve : Minoritenplatz: Klever Jusos kritisieren Sontowski-Pläne

Im Zuge der nahenden Entscheidung über die Zukunft des Minoritenplatzes erneuert der Vorstand der Klever Jusos seine Kritik an den Plänen des Investors Sontowski und Partner. "Der immer stärker werdende Protest zeigt, dass auch die erneuerten Pläne nicht den Wünschen der Klever Bevölkerung entsprechen.

Derzeit wird das von Sontowski & Partner geplante Geschäftshaus als letzte Möglichkeit zur Bebauung gesehen, da sich das Interesse potentieller Investoren bisher sehr rar zeigte. Doch zu welchem Preis soll dort eine unbedingte Bebauung geschehen?", fragt der Juso-Vorsitzende Philipp Vallen. Als "Bausünde" sieht die stellvertretende Juso-Vorsitzende Sarah Thon das Projekt. "Dieser Bau wird auf Jahrzehnte das Klever Stadtbild unschön prägen." Diesem Urteil schließen sich die anderen Vorstandsmitglieder der SPD-Jugendorganisation an.

Auch wenn die Variante C einen deutlich stärkeren, massiveren Bau auf dem Minoritenplatz vorsah, so kann davon ausgegangen werden, dass die Bürger nicht explizit den Minoritenplatz, sondern das vor allem Rathaus mit der Variante C bedacht haben, lautet die Kritik der Jungsozialisten.

Auch wirtschaftlich zweifelt man an dem geplanten Projekt. "Das gewisse Handelsketten auf Grund fehlender Großflächen nicht nach Kleve kommen, ist richtig", so Vallen, "doch wir müssen uns mehrerer Dinge bewusst werden, die der Rat der Stadt anscheinend anders sieht: Dazu gehört die Tatsache, dass in der Klever Innenstadt bereits ein deutlicher Leerstand von Geschäften und Büroräumen vorherrscht."

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Dies zeige auch die Initiative "Denkpause für die Unterstadt". Auch aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Situation, besonders in den Niederlanden, ist zu bezweifeln, dass zusätzliche Kaufkraft in Höhe von 22 Millionen Euro pro Jahr zusätzlich zu generieren ist. Auch das Versprechen, den Besatz hochwertig zu halten, sehen die Jusos als Makulatur an. So hat der Investor auf einer der zahlreichen Bürgerinformationen bereits verkündet, dass auch er nicht versprechen kann, das Objekt zehn Jahre und mehr im Portfolio zu halten.

"Wir lehnen nicht per se ein Bauvorhaben auf dem Minoritenplatz ab. Was wir ablehnen, sind die Pläne von Sontowski & Partner", so Vallen weiter. Die Jungsozialisten stehen einer Bebauung des Minoritenplatzes offen gegenüber, allerdings sollte "im Zuge dieser Bebauung auch Wohnraum für Studenten, Berufseinsteiger und Geringverdienende geschaffen werden" ergänzt Thon. "Die jetzigen Pläne von Sontowski & Partner müssen wir ablehnen. Die Pläne widersprechen den Grundprinzipien der Jusos und sind vor allem nicht das richtige für Kleve", begründet Vallen die Entscheidung des Juso-Vorstandes, und ergänzt "das haben die Bürger bereits erkannt. Der Rat der Stadt Kleve muss es noch."

Hier geht es zur Bilderstrecke: Kleve: So soll es am Minoritenplatz einmal aussehen

(RP)