1. NRW
  2. Städte
  3. Kleve

Minoritenplatz in Kleve - das sagen die Fraktionen

Stadtentwicklung in Kleve : Mehr Platz auf dem Minoritenplatz: Das sagen die Fraktionen

Vier Klever Bürger haben sich auf eigene Kosten Gedanken zum Dauerthema Minoritenplatz gemacht, einen renommierten Architekten engagiert und ihre Pläne veröffentlicht. Für die RP nimmt die Politik Stellung dazu.

Wolfgang Gebing (CDU): „Ich begrüße das bürgerschaftliche Engagement. Auf der anderen Seite verweise ich auf den gültigen Bebauungsplan, den wir erst im vergangenen Jahr, nach langen und mühsamen Diskussionen umgesetzt haben. In diesen Diskussionen spielte auch die Größe der Flächen eine Rolle und ich frage mich jetzt, wie wir diesen Platz bespielen sollen. Der Weihnachtsmarkt wurde erst im vergangenen Jahr auf den Pastor-Leinung-Platz am Rathaus verlegt. Das kam bei den Bürgern sehr gut an. Zudem haben wir im Rat beschlossen, die Architektur des Platzes nicht mehr vorzugeben, sondern Vorschläge von Investoren zu diskutieren.“

Wolfgang Gebing, CDU-Fraktion. Foto: Markus van Offern (mvo)

Petra Tekath (SPD): „Ich finde das Platzgestaltungskonzept sehr interessant, da es entlang der alten Klever Stadtmauer geht und sie dadurch hervorgehoben wird. Kleve bekäme durch das Konzept einen Platz, der angemessen für die Stadt ist. Ich denke, man muss nicht an dem bestehenden Bebauungsplan festhalten. Das haben wir in anderen Fällen, wenn bessere Lösungen gefunden wurden, auch nicht getan.“

Petra Tekath, SPD-Fraktion. Foto: Markus van Offern (mvo)

Michael Kumbrink (CD): „Zuerst einmal lobe ich das bürgerschaftliche Engagement und ich finde es auch prima, dass einmal ein Stadtplaner von oben geschaut hat. Ich finde die Pläne richtig gut, vor allem die Sichtachsen. Es wird ein Platz geschaffen, der ein gutes Spektrum bildet. Und das Zusammenfassen der Baufelder finde ich auch eine gute Idee. Das neue Gestaltugskonzept zeigt, dass man nicht an einem Satzungsbeschluss festhalten muss. Im Gegenteil, jetzt können wir richtig anfangen, Diskussionen sind willkommen. Das ist die neue Mentalität.“

Michael Kumbrink, Clever Demokraten (CD). Foto: Markus van Offern (mvo)

Hedwig Meyer-Wilmes (Grüne): „Charmante Planung von engagierten Bürgern mit anderen Sichtachsen als in der Bauleitplanung vorgegeben. Sympathisch auch, dass unsere Idee von der Fahrradtiefgarage aufgegriffen wurde. Die Diskussion um die bestehende Bauleitplanung war mühsam und müsste erneut geführt werden. Alle Fraktionen haben beschlossen, dass erst die Schulen fertig werden müssen, bevor wir in konkrete Planungen gehen können.“

Hedwig Meyer-Wilmes, Bündnis90/Grüne. Foto: Markus van Offern (mvo)

Fabian Merges (UK): „Mit ihrer Vision für einen Minoritenplatz treffen die Initiatoren den Nagel auf den Kopf. Die konstruktiven Bürger nennen es Platzdenken, die Unabhängigen Klever Ereignisplatz. Beides schafft Raum für Begegnungen. Die Unabhängigen Klever sehen vielfältige Veranstaltungen und sich durch den Vorschlag für ein kleines Gebäudes am Rande des Platzes bestätigt. Der Minoritenplatz als Ereignisplatz ist ein Diamant, den es einzufassen gilt. Die Gestaltung ist eine Herausforderung für einen Landschaftsarchitekten.

Fabian Merges, Unabhängige Klever (UK). Foto: Markus van Offern (mvo)

Daniel Rütter (FDP): „Diese Vorstellung einer künftigen Minoritenplatzgestaltung finde ich großartig! Ich bin dankbar für das Engagement der Initiatoren um Heinz Sack, Peter Wack und Lukas Verlage. Gut vorstellen kann ich mir dort zudem ein ständiges Marktgeschehen, wie in Form einer Markthalle oder festen Marktständen ähnlich dem Carlsplatz in Düsseldorf.“

Protokolliert von Julia Lörcks.