Kreis Kleve: Millionenschwerer Würfel für München

Kreis Kleve: Millionenschwerer Würfel für München

Auf der größten deutschen Gewerbeimmobilien-Messe ExpoReal präsentiert sich der Kreis Kleve wieder unterm Dach der Standort Niederrhein. Kreis-Wirtschaftsförderer Hans-Josef Kuypers hat einen Sitzhocker mit 23 Projekten dabei.

Wenn die bundesweit größte Gewerbeimmobilien-Messe namens ExpoReal in der bayerischen Metropole München vom 7. Oktober bis zum 9. Oktober ihre Pforten für 38 000 Fachbesucher öffnet, dann wird der Kreis Kleve zum ersten Mal nicht nur mit einem Wunschkonzert der Bürgermeister auf dem 121 Quadratmeter großen, orangefarbenen Stand unter dem Dach der Standort Niederrhein vertreten sein, sondern auch mit einer Leistungsbilanz wirtschaftliche Stärke.

Und dafür hat die Kreis Klever Wirtschaftsförderungs-Gesellschaft (WfG), die für die 16 Kommunen des Kreisgebietes die Fahne hochhält, einen Blickfang besonderer Art ausgesucht. Von der Firma B.o.s.s Druck und Medien in Goch wurden exklusiv für die ExpoReal bunte würfelförmige Sitzhocker angefertigt, die nicht nur zum Platz nehmen (bis 120 Kilogramm Gewicht) geeignet sind, sondern auch zum Lesen und Staunen. Denn aufgedruckt sind 23 angedachte, geplante, bereits projektierte oder sogar schon in der Bauphase steckende Vorhaben, die auf einer Fläche von etwa 100 Hektar ein Investitionsvolumen von mindestens 140 Millionen Euro ausweisen. Das verriet der Kreis-WfG-Geschäftsführer Hans-Josef Kuypers bei der Vorstellung der Pläne und Ziele vor der Reise zur ExpoReal nach München während eines Pressegespräch bei B.o.s.s in Goch.

Die Liste ist eindrucksvoll: Da findet sich die Entwicklung des Geländes der LVR-Klinik in Bedburg-Hau, die Moritz-von-Nassau-Kaserne in Emmerich am Rhein, der Neubau des Berufskollegs in Geldern, die Entwicklung der Reichswaldkaserne in Goch zu einem Wohngebiet, die Teilsanierung und Neuerrichtung des Klever Rathauses, der Neubau der Volksbank Kleverland, der Dienstleistungsstandort Kranenburg, die Entwicklung des NIAG- und Post-Areals in Rees wie auch der Gesundheitspark Kevelaer in leuchtendem Weiß. Die Entwicklung der Hotel-Standorte in Emmerich am Rhein, Geldern, Kalkar-Wissel, Kranenburg-Wyler, Uedem und am Airport Weeze sind da genannt, auch die derzeitige Errichtung des Fachmarktzentrums in Kalkar oder der Ferienpark Reeser Meer. Allein die bereits beschlossenen öffentlichen Investitionen wie die in das Berufskolleg Geldern und die Rathäuser von Kleve und Kevelaer erreichen bereits ein Auftragsvolumen von 40 Millionen Euro.

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200 dieser sicher Aufsehen erregenden Sitzhocker haben Kuypers und Mitarbeiterin Nathalie Tekath-Kochs im Gepäck für den Münchner Messestand, der auch eine große Delegation aus dem Kreis Kleve anziehen wird. Angeführt von Landrat Wolfgang Spreen werden die Vorsitzenden der im Kreistag vertretenen Fraktionen die bayerische Landeshauptstadt ebenso besuchen wie viele Bürgermeister, Wirtschaftsförderer und Baudezernenten aus den 16 Kommunen des Kreises Kleve. Unter dem Motto "Raum für Investitionen" hat die WfG auch eine druckfrische Standortbroschüre sowie einen von Filmemacher Jürgen Zellmann überarbeiteten und mit neuen Rundflug-Aufnahmen der Hochschule Rhein-Waal in Kleve ausgestatteten Imagefilm dabei, der während der Kreis-Präsentationen immer wieder auf der Leinwand am Kopfende der Niederrhein-Bühne zu sehen sein wird.

Das Ziel ist allen Besuchern, die aus dem Kreis anreisen, gemein: Sie wollen Werbung in eigener Sache betreiben in den Gesprächen und Verhandlungen mit den Investoren, Kreditgebern und Projektentwicklern, die an den ganz großen Rädern drehen und für die ein Gastspiel auf der ExpoReal Jahr für Jahr ein Muss bedeutet. Eine interessante Zahl am Rande hat Kuypers auch parat: Etwa 60 Prozent der 614 im Kreis tätigen internationalen Unternehmen sind niederländischer Herkunft. Da macht es Sinn, dass der Messestand der Standort Niederrhein GmbH orangefarben leuchtet.

(RP)
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