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Bedburg-Hau: Millionen für Forensik

Bedburg-Hau : Millionen für Forensik

Die Häuser auf dem Gelände der LVR-Klinik Bedburg-Hau sollen in den kommenden Jahren endlich modernen Therapieanforderungen angepasst werden – drei Jahre nach dem ersten Forensikvertrag jetzt "konkrete Phase".

Die Häuser auf dem Gelände der LVR-Klinik Bedburg-Hau sollen in den kommenden Jahren endlich modernen Therapieanforderungen angepasst werden — drei Jahre nach dem ersten Forensikvertrag jetzt "konkrete Phase".

Mehrere Millionen Euro sollen in Kürze in den Umbau der Forensik-Häuser auf dem Gelände der LVR-Klinik Bedburg-Hau investiert werden. Das bestätigte am Montag die Sprecherin des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR), Katharina Landorff. Damit sollen die räumlichen Voraussetzungen geschaffen werden, um die Unterbringungs- und Therapiemöglichkeiten der straffällig gewordenen Patienten in den forensischen Stationen zu verbessern.

Nach dem Umzug der Forensik-Patienten in den "Ersatzneubau" sollten eigentlich schnell die Voraussetzungen für die auf 384 Patienten angewachsenen Stationen geschaffen werden. Denn trotz der hohen Zahl von forensischen Patienten sollten die Kliniken durch eine neue Struktur und bauliche Verbesserungen sicherer werden. Das war 2008, im Dezember. Bis jetzt, im Februar 2012, ist nicht wirklich etwas passiert. Nur die Zahl der Patienten hat sich um fast ein Drittel auf knapp 500 erhöht.

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Trotzdem zeigten sich Klaus Lüders, Leiter des Fachbereichs Maßregelvollzug beim LVR, ebenso wie sein Pendant beim Land, Uwe Dönisch-Seidel, Landesbeauftragter für den Maßregelvollzug, optimistisch. Lüders wehrte sich ausdrücklich gegen den Vorwurf der Politik, dass Land und LVR auf Kosten von Mitarbeitern und Patienten Pingpong in Sachen Um- und Ausbau der forensischen Stationen, die nicht in den Ersatzneubau ziehen, spielen und sich gegenseitig die Zuständigkeiten zuschieben (wir berichteten). Man sei vielmehr in einer konkreten Phase, sagte Lüders.

Die soll so aussehen: Bau- und Finanzpläne werden derzeit erstellt, die Häuser 29, 25 und 28 sollen auf einen modernen Stand gebracht werden. Haus 29 steht schon wegen anstehender Umbauarbeiten leer. "Die Planung und Durchführung der Bauprojekte laufen in enger Abstimmung zwischen dem Land und dem LVR", sagt Lüders.

Mit dem Umbau der Häuser sollen Unterbringungs- und Therapiemöglichkeiten verbessert werden, aber auch die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter, wie kürzere Wege, verspricht LVR-Sprecherin Landorff. So könnten nach den Baumaßnahmen im Haus 25 Zweibett-Zimmer statt Mehrbettzimmer angeboten werden. Im Haus 28 soll es 1-Bett-Zimmer geben. Das Haus 28 soll darüber hinaus auf die speziellen Anforderungen bei der Behandlung von Patienten mit geistigen Behinderungen ausgerichtet werden. In dem dann hergerichteten Gebäude wird es ein Wohngruppenkonzept mit heilpädagogischem Milieu geben.

Das Ganze nehme viel Zeit in Anspruch, weil die Planung bei Altbaumaßnahmen grundsätzlich anspruchsvoller sei. Auch müssen die Bauten den Anforderungen des Brandschutzes, der Sicherheitstechnik und der Denkmalpflege gerecht werden.

(RP)