Kranenburg: Mehr Artenvielfalt in der Düffel

Kranenburg : Mehr Artenvielfalt in der Düffel

Nabu wertet Blänke ökologisch auf. Baggerarbeiten sorgen für Behinderungen.

Ein 1989 angelegtes Kleingewässer in der Düffel wird in diesen Wochen entschlammt und vergrößert. Die so genannte "Blänke" liegt auf einer landeseigenen Fläche im Bereich nördlich der Ortslage Kleyen. Das flache Gewässer war zur Erhöhung der Artenvielfalt, zum Beispiel für Amphibien und für Libellen, angelegt worden und soll nun besser den Ansprüchen des Wiesenvogelschutzes dienen. Hierzu werden die Uferbereiche abgeflacht und entschlammt.

Die Blänke nördlich von Kleyen wird durch eine einmalige Entschlammung und durch die Abflachung der Uferbereiche vergrößert. Außerdem soll das Ufer naturnah gestaltet werden. Zur Vergrößerung flacher Wasserbereiche bleibt ein Teil des alten Ufers knapp unterhalb der Wasserlinie quasi als Sandbank bestehen. Hier können Watvögel im Wasser stehend übernachten, ohne dabei vom Fuchs überrascht zu werden. Außerdem finden die Vögel im flachen Wasser gut Nahrung. Die Entnahme des über die Jahre angesammelten Schlammes wird die Wasserqualität der Blänke verbessern und dadurch nicht nur den Wiesenvögeln helfen, sondern auch anderen Arten, etwa Libellen.

Wiesenvögel halten Abstand von Gebüschen und Bäumen, da sich dort Feinde wie Fuchs oder Greifvögel aufhalten und brüten vorwiegend in offenen Bereichen. Deshalb werden nach den Gewässerarbeiten die umliegenden Weißdorn- und Schlehenhecken wieder auf den Stock gesetzt.

Durch die Optimierung der Struktur- und Vegetationsvielfalt am und im Gewässer werden die Lebensräume für zahlreiche Vogelarten etwa Kiebitz, Rotschenkel, Uferschnepfe, Bekassine und Goldregenpfeifer (auf dem Durchzug) aber auch für Schwarzkehlchen und Wiesenpieper deutlich verbessert.

Finanziert wird diese Maßnahme im Rahmen des LIFE Projektes "Grünland für Wiesenvögel" und ganz maßgeblich durch Landesmittel für Fördermaßnahmen des Naturschutzes.

Die Firma Siebers ist mit der Ausführung der Arbeiten betraut und bemüht, dass Beeinträchtigungen in Verbindung mit der Durchführung der Arbeiten, insbesondere was den Straßenverkehr an der Kreisstraße betrifft, möglichst gering sind.

(RP)
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