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Kleve: Mehr als 10 000 Besucher bei "Mein Rasierspiegel"

Kleve : Mehr als 10 000 Besucher bei "Mein Rasierspiegel"

Margret Wanders aus Kleve war die 10 000. Besucherin der aktuellen Ausstellung im Museum Kurhaus Kleve.

Die Ausstellung "Mein Rasierspiegel", die der ehemalige Klever Museumsdirektor Drs. Guido de Werd einrichtete, entwickelt sich zum Besuchermagneten: Über 10 000 Besucher zählte das Team um de Werds Nachfolger Prof. Kunde bis jetzt, und vorige Woche konnte Kunde die 10 000. Besucherin der Ausstellung begrüßen. Das war keine Geringere als Margreth Wanders, die sich seit Jahren um Kurhaus und Koekkoek müht. Sie ist Mitglied des Freundeskreises Museum Kurhaus Kleve und häufig Gast in einem der beiden Häuser.

Margreth Wanders hatte ihren 14-jährigen Patensohn Joscha Naß aus Emmerich-Elten ins Museum eingeladen: "Ich habe ihn von der Schule abgeholt, um einen schönen Nachmittag mit ihm zu verbringen, etwas Besonderes zu erleben." Gemeinsam mit ihm wollte sie den neuen Museumsflügel und die zahlreichen Neuerwerbungen für die Sammlung erkunden, die jetzt erstmals zu sehen sind. Kunst, so Margreth Wanders, sei für sie sehr wichtig, sie bereichere die Erfahrung, weite den Blick und mache das Leben lebenswert.

Tatsächlich ist die Ausstellung auch ein Blick auf die segensreiche Arbeit der Klever Museumsfreunde, eine regelrechte Leistungsschau, wie sich das Museum Kurhaus durch die konsequente und logische Erweiterung der Sammlung von anderen Häusern absetzen und nach dem Weggang der privaten Sammlung Ackermans eine beachtliche eigene Sammlung aufbaute. Eine Sammlung, die nur Kraft der Freunde (und natürlich einschlägiger Stiftungen wie beispielsweise Kunst und Kultur des Landes) möglich wurde. Kleve schaffte es mit finanzieller Unterstützung dieser Stiftungen und des Freundeskreises, Kunstwerke zu kaufen, die inzwischen hochgehandelt für Kleve kaum mehr erschwinglich wären. Kunstwerke, die Menschen anlocken. Auch wenn es "nur" eine Sammlungsausstellung ist. "Andererseits kommen aber auch sehr viele Klever, Bürger der Stadt, die jetzt einmal geballt sehen können, was mit ihren oftmals auch kleinen Spenden an Schätzen angehäuft wurde. Denn ,Mein Rasierspiegel' ist auch ein Fest für die 1600 Mitglieder des Freundeskreises", sagte gestern Dr. Roland Mönig, Museum Kurhaus. Die Hauptströme ziehen dann zu den beiden Polen des Museums: zur erweiterten Mataré-Präsentation und zum neuen Joseph-Beuys-Westflügel.

(RP)