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Kleve-Materborn: Materborns Bürger wollen Asylbewerbern Ankunft erleichtern

Kleve-Materborn : Materborns Bürger wollen Asylbewerbern Ankunft erleichtern

Ein Komitee plant, die ausländischen Familien mit Salz und Brot willkommen zu heißen. Das Gesundheitsamt prüft noch die Leitungen zu den Duschen.

Zum baldigen Einzug der Asylbewerber in die ehemalige St.-Anna-Hauptschule Materborn an der Braustraße will ein Willkommenskomitee die ausländischen Familien traditionell mit Salz und Brot sowie selbst gebackenem Kuchen empfangen. "Wir wollen die Menschen damit einfach willkommen heißen und ihnen die Ankunft hier erleichtern", sagt Norbert Gerding, Leiter des Caritas-Freiwilligenzentrums. Ein Termin, wann genau das stattfinden soll, steht derzeit nicht fest, denn noch sind nicht alle Arbeiten an der Hauptschule abgeschlossen.

So sei das Kreisgesundheitsamt derzeit noch dabei, die neu verlegten Leitungen zum Duschcontainer zu prüfen. "Ich hätte es am liebsten, wenn die Familien morgen schon einziehen könnten", sagt Sonja Northing vom Fachbereich Arbeit und Soziales der Stadt Kleve auf Anfrage der RP. "Aber wenn es nicht geht, dann geht es nicht." Kämmerer Willibrord Haas erklärt: "Vermutlich können die Familien in zwei Wochen einziehen."

Beteiligt an der Willkommensaktion sind Nachbarn und Freiwillige, dazu Hedwig Kersken und Mechthild Bielenberg-Keller vom Flüchtlingsrat Kreis Kleve sowie Vertreter der katholischen und evangelischen Kirchengemeinden.

"Während sich die Familien nach der Begrüßung sicher erst einmal in der neuen Umgebung zurechtfinden müssen, wollen wir überlegen, wie es weitergehen soll", sagt Norbert Gerding. In der vergangenen Woche hat sich das Komitee das erste Mal zur Ideenfindung getroffen. Dabei haben die Parteien besprochen, wie die ausländischen Familien in die Nachbarschaft integriert werden können. Überlegt wurde beispielsweise, die Asylbewerber zum Pfarrfest der katholischen Kirchengemeinde Zur Heiligen Familie im September einzuladen oder ihnen Sprachkurse zu ermöglichen. Auch Gitte Wrobel, Leiterin des nahegelegenen Jugendzentrums "Das Theo" schloss sich dem Komitee an.

Sie wurde von der Stadt damit beauftragt, das für die Kinder der Asylbewerber geplante Spielzimmer in der Hauptschule herzurichten. Gemeinsam mit Jugendlichen aus ihrer Einrichtung will sie sich darum kümmern. Bislang würden jedoch noch Materialien wie eine Schleifmaschine und Farben fehlen, sagt Norbert Gerding.

Seine nächste Zusammenkunft plant das Komitee für Anfang Juni. "Bis dahin wollen wir sehen, was sich ergibt", sagt der Leiter des Caritas-Freiwilligenzentrums Norbert Gerding. "Wir wollen definitiv ein Miteinander herstellen, damit die Asylbewerber selbstständig leben können."

(RP)