Kalkar: Marienstift fit für die Zukunft

Kalkar : Marienstift fit für die Zukunft

Nach 2,5 Jahren Bauzeit ist der Um- und Anbau sowie die Sanierung des Altbestandes an der Grabenstraße vollendet. Kosten: 3, 8 Millionen Euro. Für die insgesamt 41 Bewohner heißt das nun mehr Platz zum Leben.

Mehr Platz, aber nicht mehr Plätze bietet ab sofort das Marienstift in Kalkar. Nach zweieinhalb Jahren Bauzeit wurde der Um- und Anbau sowie die Sanierung des historischen Altbestandes an der Grabenstraße gestern Morgen offiziell eingeweiht. Bei der feierlichen Eröffnung zugegen: Weihbischof Wilfried Theising.

"Das Marienstift ist wahrlich ein Ort, an dem man in den Himmel schaut", sagt Theising in der neuen Kapelle und weist damit auch auf die Bedeutung des Hauses im Herzen von Kalkar hin. Bereits seit 1897 ist es ein Zentrum für Pflegebedürftige, seit 2010 ist es nun auch funktional optimal für Senioren ausgerichtet. Die Kosten dafür betragen 3,8 Millionen Euro.

Kapelle und Pastorenwohnung

Genauer gesagt haben die bis zu 41 Bewohner, die fortan in drei Wohngruppen leben, mehr Platz für die Gemeinschaft. "Früher standen ihnen 36,5 Quadratmeter Wohnfläche zur Verfügung, nach dem Umbau sind es 56 Quadratmeter", sagt auch Geschäftsführer Ottmar Ricken, der den Bau federführend für die Trägergesellschaft, die Katholischen Kliniken im Kreis Kleve (KKiKK), plante. Notwendig war dies geworden, weil der Gesetzgeber das zum einen vorschreibt und weil sich die Bedürfnisse der Senioren zum anderen ebenfalls verändert haben.

Statt Doppelzimmer entlang langen Fluren sind individuell eingerichtete Einzelzimmer mit eigenem Bad und großen Gemeinschaftsräumen mit Küche, Sitzecke und TV-Anlagen gefragt. "Wie auf einem Marktplatz in der Stadt spielt sich dort das Leben ab. Dort können die Bewohner gemeinsam kochen, Karten spielen, Zeitung lesen und noch vieles mehr", sagt auch Architekt Joachim Moldenhauer, der im Jahr 2007 den Zuschlag für die Planung bekommen hat. Doch ganz so einfach war es dann doch wiederum nicht. Schließlich galt es die neue Ausrichtung, den Anbau und natürlich auch den bestehenden Betrieb in ein stimmiges Gesamtkonzept zu integrieren.

Herausgekommen ist nach einem Jahr Planungszeit, zweieinhalb Jahren Bauzeit und insgesamt drei Bauabschnitten das neue Marienstift. das nun auch eine Kapelle und eine Pastorenwohnung für Walter Schepers beheimatet. "Wir sehen jeden Menschen als selbstbestimmtes Individuum mit umfassenden Bedürfnissen. Deshalb orientiert sich unsere Pflege auch immer an den Menschen", so beschreibet auch Heimleiterin Bärbel Bergmann, die am Nachmittag mit den Bewohnern die offizielle Einweihung feierte, die moderne Altenhilfe in Kalkar.

(juls)
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