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Madonna im Appeldorner Heiligenhäuschen restauriert

Kleve : Appeldorn: Die Madonna im Heiligenhäuschen

Pünktlich vor dem Weihnachtsfest wurden die Figuren liebevoll-gekonnt restauriert.

(RP) Die Vorbereitungen für den Jahreskalender der beiden Kalkarer Gemeinden brachte es an den Tag: Dreizehn Heiligenhäuschen sind auf den Monatsblättern ins Bild gebracht. Das Appeldorner Heiligenhäuschen an der Reeser Straße Ecke (Kreuzung Oyweg/Eselsweg) ist dort nur von außen gezeigt und erwies sich als baugleich mit dem Birgitten-Heiligenhäuschen an der Uedemer Straße in Kehrum.

Aber die junge Madonna mit dem segnenden Kind war farblich in die Jahre gekommen und bedurfte einer Restauration. Die hat der Kirchenvorstand genehmigt und wurde noch vor Weihnachten in Kevelaer bei einem versierten Polychromeur ausgeführt.

Beim näheren Hinsehen erstaunte beim Blick auf die Konsole von unten die Viertelung im Holz: Damit die Figur nach dem Schnitzen nicht reißt, wurde der Stamm fachmännisch geviertelt und wieder zusammengeklebt. Der Restaurator bezeichnete das Alter der Figur daher auch mit 200 bis  250 Jahren.

Nun sind die schönen Gesichter, der Goldreif und die Gewänder wieder in kräftigen Tönen aufbereitet, die Finger und der Arm des Kindes neu angesetzt oder nachgeschnitzt und die ganze Figur mit einem Schutzüberzug versehen gegen die Wettereinflüsse.

Über Weihnachten steht die Madonna im Chorraum der Pfarrkirche, damit die Gemeinde Gelegenheit hat, einen nahen Blick darauf zu werfen. Ab dem Neuen Jahr hat sie dann wieder im Heiligenhäuschen ihren Stammplatz, damit alle Radfahrer und Spaziergänger, alle Jakobspilger und alle Bewohner kurz dankbar innehalten können vor dem Geheimnis, dass Gott im Kind Marias für alle Menschenkinder auf dieser Welt segnend wirkt.