LVR-Klinik Bedburg-Hau warnt zum Antidrogentag

Bedburg-Hau : Welt-Antidrogentag als Warnung

(RP) Die LVR-Klinik Bedburg-Hau verfügt seit Jahrzehnten über die Rehabilitationseinrichtung Haus Fahnenkamp in Bedburg-Hau, die sich an alkohol-, cannabis- und medikamentenabhängige Frauen und Männer richtet.

Aus Anlass des Welt-Antidrogentages, der am 26. Juni stattfindet, wird vor diesem Hintergrund auch auf die Möglichkeiten erfolgreicher Behandlungen für Suchtkranke hingewiesen. „Gerade der Alkoholmissbrauch wird von der Gesellschaft häufig zu lange Zeit toleriert und verharmlost. Dabei führt jeglicher Missbrauch von Suchtmitteln, egal in welchem Alter sowohl bei den Abhängigen selbst, als auch bei deren Angehörigen zu enormen gesundheitlichen und psychischen Problemen“, erklärt Dr. Christian Hick, stellvertretender Leiter der Rehabilitationseinrichtung Haus Fahnenkamp.

„Wir können in unserer Einrichtung sowohl im stationären, als auch im ambulanten Bereich entgiften und auf langfristig erfolgreiche Entwöhnungsbehandlungen zurückblicken,“ fügt der engagierte Arzt hinzu.

Insgesamt können bis zu 20 Patientinnen oder Patienten im Haus Fahnenkamp behandelt werden, die dazu in der Regel 16 bis 20 Wochen in der Suchtklinik bleiben. „Zur Therapie gehören nicht nur Einzel- und Kleingruppengespräche, sondern auch ein umfangreiches ergo-, kreativ-, musik- und bewegungstherapeutisches Angebot, wozu z.B. auch die sehr beliebte Reittherapie, oder die sog. Musikalische Familienskulptur gehört“, ergänzt die Psychologische Psychotherapeutin Simone Riemann. „Wir können unseren Patienten und Patientinnen sowohl verhaltenstherapeutische, als auch tiefenpsychologische Behandlungsansätze für die Stabilisierung und umfangreiche Bearbeitung zugrundeliegender Ursachen anbieten“, so Riemann weiter. „Ein Rückfall während der Therapie ist dabei nicht zwingend Anlass, die Behandlung abzubrechen; zumindest unter der Voraussetzung, dass der Patient zur offenen Reflektion und Mitarbeit bereit ist“, erzählt sie aus dem Behandlungsalltag. „Wir halten es für wichtig, dass die Patienten eine zweite Chance erhalten und ihren individuellen Weg hin zu einem abstinenten und erfüllenden Leben finden können.“

Auf diesem Weg begleitet das gesamte Fahnenkampteam die Patientinnen und Patienten auch im Anschluss an die Rehabilitation durch eine mögliche Nachsorge in Wohnortnähe.