Lukas Kepser übersteht bei DSDS in Thailand auch Runde zwei

DSDS-Kandidat aus Kranenburg : Lukas Kepser ist mit Herz-Duett weiter

Die RP schaute die jüngste Folge von DSDS bei dem Kranenburger daheim. Familie und Freunde waren zusammengekommen, um mitzufiebern. In Thailand sang der 24-Jährige „Ich lass für dich das Licht an“ und überzeugte restlos. Vor dem Fernseher aber ist er nervös.

Die Samstagabende sind seit einigen Wochen im Hause Kepser Familienfeste. Jeder, der über die Türschwelle tritt, wird von der Euphorie um Lukas in den Bann gezogen. Mutter Gabriele herzt zur Begrüßung, Vater Martin kümmert sich um die Bewirtung der Gäste. Eine halbe Stunde vor Sendebeginn ist alles hergerichtet für ein Public Viewing: Stühle für knapp 40 geladene Fans sind im Halbkreis um zwei Fernseher im Wohnzimmer und in der Küche aufgestellt. „Ich weiß gar nicht, wer alles kommt“, sagt Lukas.

Während sich das Haus füllt, befindet sich Lukas noch in seinem Dachgeschoss-Zimmer, zieht sich um, macht sich die Haare. Es wirkt, als stünde er kurz vor einem Auftritt. „Klar bin ich vor der Ausstrahlung nervös. Ich weiß ja auch nicht, wie der Beitrag im Fernsehen geschnitten ist und wie er wirkt“, sagt der BWL-Student. Es sind bewegte Zeiten für Lukas. Eigentlich hat sich für ihn wenig und doch so viel geändert. Noch sei sein Alltag fast wie vor der Teilnahme an der Talentshow. Aber das Interesse der Medien, die Zuschriften von Anhängerinnen, die vielen Handy-Benachrichtigungen rund um die TV-Übertragungen – er betritt damit auch Neuland.

Lukas Kepser sang mit Alicia-Awa Beissert den Song „Ich lass für dich das Licht an“. Foto: TVNOW / Gregorowius

Das Rudelgucken teilt sich in zwei Gruppen auf: In der Küche zittert die Familie mit, im Wohnzimmer versammeln sich Lukas’ engste Freunde, die Brüder Vincent und Johannes sowie seine Freundin Julia Szuster. Die Uhrzeiger bewegen sich gen Prime-Time, die Blicke in Richtung des Flachbildschirms werden fokussierter. Die Letzten decken sich mit Bier und Pizza ein, dann hallt es durch den Raum: „Ruhe jetzt“. Es ist 20.15 Uhr, los geht die zweite Folge des Auslands-Recalls in Thailand. RTL kündigt das weitere Geschehen gewohnt spektakulär an: Auf das deutsche Millionenpublikum warten stimmliche Höhenflüge und Totalausfälle, Texthänger, medizinische Notfälle, bittere Tränen und traumhafte Kulissen. Das Privatfernsehen schafft ein dreistündiges Drama in unzähligen Akten, immer wieder unterbrochen von Werbepausen.

Die Entscheidung: Für Lukas Kepser (l.) geht die DSDS-Reise in einem Fünf-Sterne-Hotel weiter. Juror Xavier Naidoo überbrachte ihm die frohe Botschaft. Foto: TVNOW / Gregorowius

Schon vorab wusste Lukas, dass seine Darbietung in der Mitte des Blocks ausgestrahlt würde. Wann genau, ist noch offen. Während er seinen Kollegen bei ihren Auftritten zusieht, fühlt er mit. Er schmunzelt, lacht und lobt. „Ich weiß ja, wie hart der Recall ist“, sagt der Kranenburger. Einen Sitzplatz auf der Couch hat er nicht ergattern können, muss stattdessen mit der Lehne Vorlieb nehmen, er sitzt neben seiner Freundin. Nervös ist er, reibt sich die Hände, immer wieder steht er auf. Entspannter wirkt sein Vater: „Es fühlt sich einfach gut an, Lukas im Fernsehen zu sehen. Ich finde es toll, dass so viele Leute gekommen sind und mit uns schauen.“ Schon die ersten Staffeln habe er verfolgt, in den vergangenen Jahren seltener, mittlerweile sei er wieder begeistert. „Das Niveau ist hoch.“

Dann ist es so weit: Lukas erscheint im Fernsehen, es wird ruhig im Wohnzimmer. Die Stimme aus dem Off baut Druck auf. „Ich lass für dich das Licht an“ von der Band Revolverheld würden Lukas Kepser und Alicia-Awa Beissert aus Bochum gleich präsentieren, immerhin „Dieter Bohlens Lieblingslied“, erklärt die Hintergrundansage. Es folgt aber ein rapider Spannungsabfall: „Gleich bei DSDS“, ein Raunen geht durch den Raum, Werbepause. „Das kann doch nicht wahr sein“, sagt Lukas.

Nach minutenlanger Unterbrechung aber geht es weiter. „Wir sind ein Duett“, sagt Kepser vor beeindruckender Weite im Khao-Sok-Nationalpark. „Nein, wir sind DAS Duett“, korrigiert Beissert. „Mit der Performance steht und fällt alles. Uns geht es gut, wir wollen jetzt unbedingt weiter und in die Liveshows“, sagt der Niederrheiner. Es wirkt, als könnte Lukas in den eigenen vier Wänden kaum auf den Bildschirm schauen – dabei ist das, was folgt, beeindruckend. Das Studenten-Duo wird auf einem Transporter zur Jury gefahren, Kepser hilft seiner Partnerin herunter. „Bist du verliebt?“, fragt Poptitan Dieter Bohlen Lukas, der schlagfertig pariert: „Nein, nur in den Song.“ Zum Hintergrund: Als die Sendung in Südostasien aufgezeichnet wurde, war der Tennislehrer noch ohne Freundin.

Musikalisch überzeugt er restlos. „Ich lass für dich das Licht an / obwohls mir zu hell ist / Ich hör mit dir Platten / die ich nicht mag“, singt er gefühlvoll. Die Verbindung mit der 21-jährigen Beissert wirkt innig, final kommen sie sich nahe. Und Lukas treuste Anhänger klatschen ekstatisch, als wäre die Darbietung live gewesen. Euphorisch fällt auch das Urteil der Jury aus: „Du hast Alicia ganz schön versenkt. Du hast mega angefangen, es war ein super Auftritt“, sagt Bohlen. Ihm pflichtet auch Oana Nechiti bei: „Tolle Performance. Du bist der erste Kerl, der sich um seine Partnerin kümmert. Du sahst so classy, maskulin aus. Es war genau richtig. Es hat mir super gefallen.“ Lukas lacht verlegen, als sei im das Lob zu viel. Doch Pietro Lombardi setzt noch einen drauf: „Das hat was sehr Romantisches, Bruderherz.“ So überrascht es nicht, dass sich die Reise für den Superstar-Aspiranten fortsetzt. „Für euch geht es weiter in ein Fünf-Sterne-Hotel“, sagt Xavier Naidoo. Lukas wirkt erleichtert, es fällt Druck von ihm ab – im TV und auf der Couch-Lehne.

„Nächste Woche schauen wir wieder in so großer Runde“, kündigt er an. Am Samstag, 23. März, strahlt RTL die dritte Folge des Auslandrecalls aus.

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