In drei bis fünf Tagen Luftwaffe in Kalkar und Uedem soll volle Einsatzbereitschaft herstellen

Kalkar/Uedem · In drei bis fünf Tagen müssen die Gefechtsstände der Luftwaffe in Kalkar und Uedem einsatzbereit sein. Ein Jahr lang ist der Doppel-Standort in Bereitschaft für einen eventuellen Nato-Einsatz.

 Antreten in der von-Seydlitz-Kaserne: Generalleutnant Thorsten Poschwatta sagte den Soldaten, sie sollten sich gedanklich mit einer möglichen Alarmierung auseinandersetzen.

Antreten in der von-Seydlitz-Kaserne: Generalleutnant Thorsten Poschwatta sagte den Soldaten, sie sollten sich gedanklich mit einer möglichen Alarmierung auseinandersetzen.

Foto: Bundeswehr Kalkar/Bundeswehr LKalkar

Es gab schon Zeiten, wo man auf solche Nachrichten gelassener reagiert hätte. Seit dem Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine und die Notwendigkeit der Welt, sich damit auseinanderzusetzen, sind denkbare Nato-Einsätze nicht mehr so weit weg. Schon gar nicht vom Militärstandort Kalkar. Eine entsprechende Pressemitteilung erreichte die Redaktion am Dienstag. Eine „Speerspitze der Schnellen NATO-Eingreiftruppe“ sei nämlich der multinationale Luftwaffengefechtsstand in Kalkar und Uedem in diesem Jahr.

Er hat zu Beginn des Jahres die Bereitschaft für die Very High Readiness Joint Task Force (eben jene „Speerspitze“) übernommen. In einem Zeitraum von drei bis fünf Tagen kann und muss das Hauptquartier die volle Einsatzbereitschaft herstellen.

Mit einer Reihe von Übungen hat der Gefechtsstand sich 2022 dafür qualifiziert. Gleichzeitig mit dem Luftwaffengefechtsstand ist auch das Hauptquartier für die Führung von Luftoperationen für Spezialkräfte in Bereitschaft versetzt worden. Die Kernelemente beider Hauptquartiere werden überwiegend aus dem Zentrum Luftoperationen, dessen Stab in Kalkar und Uedem beheimatet ist, gebildet.

Mit einem Antreten in der Von-Seydlitz-Kaserne hat der Kommandeur des Zentrum Luftoperationen, Generalleutnant Thorsten Poschwatta, die Truppe auf die kommenden Aufgaben eingeschworen. „Zeitenwende bedeutet nicht nur 100 Milliarden für neue Ausrüstung“, so Poschwatta. Jeder einzelne Soldat müsse sich nun gedanklich damit auseinandersetzen, welche persönlichen Vorbereitungen im Hinblick auf eine mögliche Alarmierung zu treffen seien.

Bis zum Ende des Jahres stehen die niederrheinischen Hauptquartiere in Bereitschaft, ehe Anfang 2024 der Staffelstab an die spanische Luftwaffe weitergereicht wird. Die Luftwaffe stellt auch unterschiedliche Waffensysteme wie die Kampfflugzeuge Eurofighter und Tornado, A-400-M-Transportflugzeuge, Hubschrauber oder das Flugabwehrraketensystem PATRIOT zur Verfügung. Weitere Waffensysteme stellen die NATO-Bündnispartner bereit.

(RP)