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Kleve: Logistik als Job-Motor

Kleve : Logistik als Job-Motor

Die Klever Bundestagsabgeordnete und Schatzmeisterin der SPD, Dr. Barbara Hendricks, hat Unternehmen am Niederrhein besucht, die aus dem Bereich der Logistik kommen. Ein bedeutender Wirtschaftszweig im Kreis Kleve.

Es ist für Barbara Hendricks mittlerweile zu einer kleinen Tradition geworden, sich bei Unternehmen im Kreis Kleve vor Ort nach dem laufenden Geschäft zu erkundigen. So hat sie bereits an Tagen des Maschinenbaus oder des Gartenbaus Betriebe entsprechender Branchen besucht. Nun war sie bei Unternehmen der Logistik Branche in mehreren Städten und Gemeinden des Kreisgebiets zu Besuch, darunter bei der Firma HTS Hüttges Transport-Service GmbH & Co KG in Kranenburg und die Firma EasyPal Deutschland GmbH in Goch. "Ich möchte mir durch die Besuche einen Überblick über die Entwicklung der Betriebe im Kreis Kleve verschaffen", sagt Hendricks.

3000 Arbeitsplätze

Die Lage des Kreises an der deutsch-niederländischen Grenze, die Nähe zum Ruhrgebiet und zum Frachthafen Rotterdam sowie die Autobahnanbindungen an die A 3, A 57 und die A 15 in den Niederlanden, die bis nach Rotterdam führt, machen ihn zu einem bedeutsamen Logistikstandort mit insgesamt 3000 Arbeitsplätzen.

Für Hüttges Transport Service (HTS) ist vor allen Dingen die Nähe zum Hafen in Rotterdam wichtig. Der familiengeführte Betrieb existiert schon seit über 40 Jahren und beschäftigt mehr als 30 Mitarbeiter. Hans-Jürgen Esser, Geschäftsleiter von HTS Deutschland, äußerte sich dabei besorgt über die Entwicklung der Industrie in Kleve. Seine Kundenkreis in der Stadt sei auf eine Handvoll zurück geschrumpft. "Außer Draisinen und Hotels scheint nicht mehr viel investiert zu werden", sagt Esser. Hendricks argumentierte dagegen, dass die Zahlen der sozialversicherungspflichtigen Angestellten sogar eine positive Tendenz habe. "Auch wenn sich natürlich die industrielle Struktur in Kleve deutlich verändert hat", lenkt sie ein.

Anschließend ging es zu der Firma EasyPal in Goch, die Paletten aus recycelbarem Papier herstellen. Den jungen Standort in Goch an der Klever Straße gibt es erst seit April, im Hochbetrieb sollen 3000 Paletten pro Schicht produziert werden, insgesamt 30 Arbeitsplätze sollen geschaffen werden. Dabei wird zuerst auf Zeitarbeit gesetzt und nach und nach fest eingestellt. Die Muttergruppe Faber Halbertsma hat 3,5 Millionen Euro in den Standort investiert und produziert in Emmerich bereits mit 90 Mitarbeitern Holzpaletten. Auch in Goch konnte Hendricks beeindrucken: Sie überraschte Stefan Apel, Development Manager, mit dem Wissen, dass Transportpaletten in den 1960ern in den USA erfunden worden sind.

(RP)