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Lindenallee in Kleve: Streit um fünftes Stockwerk für Haus

Ecke Lindenallee und Ringstraße : Streit um fünftes Stockwerk für Haus in Kleve

Wie hoch soll in Kleve gebaut werden? Um diese Frage ist im Bauausschuss der Stadt erneut ein Streit entbrannt. Es geht um ein Mehrfamilienhaus an der Ecke Lindenallee/Ringstraße. Teile der Politik sind dagegen.

Politik und Verwaltung streben eine Wohnbauverdichtung im Innenstadtbereich an. Doch während der Fachbereich Planen und Bauen der Auffassung ist, dass dies nicht gelingen kann, ohne dass Häuser in die Höhe wachsen, sind Teile der Politik der Meinung, dass Gebäude mit zu vielen Stockwerken das Stadtbild verschandeln. Konkret ging es am Donnerstag im Bauausschuss um das Mehrfamilienhaus an der Ecke Lindenallee/Ringstaße. Das Gebäude in zentraler Lage am Marktplatz hat derzeit vier Stockwerke. Bereits 2018 wurde bei der Stadtverwaltung eine Bauvoranfrage eingereicht. Der Bauherr plant die Aufstockung des Gebäudes um ein fünftes Obergeschoss, um zwei weitere Wohneinheiten errichten zu können. 

An der Stelle gibt es keinen Bebauungsplan. Die Verwaltung sah bislang keine Möglichkeit für einen positiven Bescheid, da die umliegenden Gebäude deutlich niedriger sind. Doch jetzt, so heißt es seitens der Verwaltung, „wird das Vorhaben als städtebaulich sinnvoll und an dem Standort passend angesehen“. Der technische Beigeordnete Jürgen Rauer war sich nicht sicher, ob statt eines vollen fünften Stockwerks möglicherweise ein Staffelgeschoss errichtet werden soll. Wiltrud Schnütgen (Grüne) sagte: „Wenn die Gefahr besteht, dass ein fünftes Stockwerk kommt, müssen wir das ablehnen.“ Einen Beschlusses gab es nicht, die Fraktionen gehen erst in Beratung.