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Kleve: Lightex-Ruine verkauft

Kleve : Lightex-Ruine verkauft

Nach sechs Jahren gibt es einen neuen Eigentümer für den unvollendeten Rohbau im Klever Industriegebiet. Das niederländische Unternehmen Tillman hat das Gebäude von der Sparkasse Kleve gekauft.

Rhenen/Kleve Eigentlich drehte sich beim Informationsnachmittag im niederländischen Rhenen alles um die neuen Investoren der Neuen Mitte in Kleve. Am Rande der Veranstaltung platzte dann aber die Bombe: Es gibt einen neuen Eigentümer der Lightex-Ruine im Klever Industriegebiet.

Vertrag unterzeichnet

Rückblende: Peter Küppers war einst mit seiner Firma Lightex als große Hoffnung gefeiert worden. Bis zu 2000 Arbeitsplätze für Kleve hatte er in Aussicht gestellt. Im August 2002 kam das Aus für das ehrgeizige Projekt: Lightex meldete Konkurs an, zurück blieb der unvollendete Rohbau an der Wilhelm-Sinsteden-Straße. Nun war guter Rat teuer, die Sparkasse Kleve als Eigentümerin suchte viele Jahre vergebens einen Investor. Der wurde jetzt endlich gefunden. Roy Tillman aus dem niederländischen Megchelen, gut 15 Kilometer hinter Emmerich, unterzeichnete am Koninginnedag (30. April) den Vertrag.

Bei der Firma Tillman, Marktführer in der Bauchemie in den Niederlanden, handelt es sich um ein alteingesessenes Familienunternehmen, das gute Chancen sieht, sich am Standort Kleve zu entwickeln.

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Wie Kleves Wirtschaftsförderer Rudolf Röhrl auf Anfrage unserer Zeitung bestätigte, gab es über Freddy Heinzel von der Anwaltskanzlei Strick in Kleve bereits im Herbst 2007 einen ersten Kontakt zu Tillman, der im Januar vertieft wurde "in enger Kooperation mit Jürgen Rauer als zuständigem Dezernenten der Stadt Kleve und der Sparkasse Kleve", so Röhrl. Nach dem jüngsten Ratsbeschluss kann nun der Bauantrag eingereicht werden.

Intensiv begleitet

Während zahlreicher Gespräche, unter anderem mit der Bezirksregierung in Düsseldorf wegen der Umwelt-Verträglichkeit des Vorhabens, wurde Tillman intensiv von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WfG) begleitet. Das Unternehmen bietet 350 Produkte aus dem Bauchemiebereich vom einfachen Kleber für Trockenbau bis zum hochspezialisierten Fließmittel für Betonherstellung. "Tillman verlagert seinen gesamten Produktionsbereich nach Kleve inklusive Verwaltung, Forschung und Éntwicklung", erklärte Röhrl. Bei der Suche nach weiterem Personal sei die WfG behilflich. "Wir freuen uns sehr, dass wir dieses Unternehmen begleiten dürfen. Dadurch wird der Industrie- und Produktionsbereich in Kleve gestärkt." Etwa 80 Mitarbeiter werden am neuen Standort Beschäftigung finden, der Großteil kommt aus den Niederlanden mit in die Kreisstadt.

(RP)