Mann in Kleve erstochen: Lidl nach tödlichem Messerangriff wieder geöffnet

Mann in Kleve erstochen : Lidl nach tödlichem Messerangriff wieder geöffnet

Nachdem am Montagabend ein Mann in Kleve-Materborn in einem Supermarkt brutal angegriffen und getötet worden war, hatte der Betreiber des Discounters seine Filiale geschlossen. Die Polizei hatte den Tatort bereits Dienstag wieder freigegeben.

Dort wo die Tat stattfand, herrscht am Donnerstag wieder geschäftiges Treiben. Sowohl auf dem Parkplatz wie auch im Kassenbereich des Supermarktes sind Kunden unterwegs. Auch ein Zettel am Fenster des Discounters ist verschwunden. Er hatte die Kunden darüber informiert, dass der Supermarkt "bis auf Weiteres geschlossen" bleibe. Am Tag nach der Tat hatten sich dutzende Verwandte und Freunde des Opfers vor dem Markt versammelt und getrauert. Unweit der Trauernden beobachteten Polizeibeamten den Tatort. Die Polizei hatte vor Ort einen Streifenwagen abgestellt.

Dieser Zettel hatte auf die zeitweise Schließung des Lidl-Marktes hingewiesen. Foto: Evers

40 Messerstiche wurden dem 43-jähriger Opfer an der Materborner Allee am Montagabend zugefügt. Die 21- und 30-jährigen Tatverdächtigen sind die Brüder seiner ehemaligen Frau. Wie die Polizei am Mittwoch bekannt gegeben hatte, war dem tödlichen Angriff ein jahrelanger Familienstreit vorangegangen. 2002 wurde die Ehe des 43-Jährigen geschieden. 2008 ging er mit einem Messer und einem Stein auf einen weiteren Bruder seiner Ex-Frau los. Daraufhin wurde er 2009 in Kleve wegen Totschlags zu vier Jahren Haft verurteilt. Bis 2012 saß der Mann im Gefängnis.

Die Geschäftsführung des Supermarktes äußerte sich nicht zu der Tat. Inwiefern Videoaufnahmen aus dem Kassenbereich eine Rolle bei der Ermittlung der Polizei spielen, steht bis jetzt noch nicht fest. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft verhängte ein Haftrichter gegen die tatvedächtigen Brüder aus Bedburg-Hau Haftbefehl wegen gemeinschaftlichen Mordes.

(ac)
Mehr von RP ONLINE