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Landtagswahl im Kreis Kleve​: Gewinner und Verlierer am Wahlabend​

Landtagswahl im Kreis Kleve : Gewinner und Verlierer am Wahlabend

Wie ist der Wahlabend im Kreis Kleve ausgegangen? Wer die Direktmandate gewonnen hat, wer es über die Liste in den Landtag schafft und für wen es nicht mehr gereicht hat. Ein Überblick.

Der Kreis Kleve hat künftig weiterhin drei Abgeordnete im Landtag. Die CDU entschied die Wahl am Sonntag klar für sich: Im Wahlkreis 54 (Kleve I) holte Direktkandidat Stephan Wolters 44,9 Prozent der Erststimmen. Der Gelderner, der zum ersten Mal antrat, schnitt damit zwar etwas schwächer ab als die bisherige Amtsinhaberin Margret-Voßeler Deppe (2017: 50,1 Prozent), die nicht erneut antrat. Wirklich in Gefahr war sein Erfolg am Sonntag aber nicht. Die Christdemokraten holten im Südkreis Kleve insgesamt 45,9 Prozent der Zweitstimmen.

Auch im Norden des Kreises Kleve bleibt die CDU ungeschlagen. Direktkandidat und Kreisvorsitzender Günther Bergmann kam auf 43,6 Prozent der Erststimmen, die Partei auf 43,4 Prozent der Zweitstimmen. „Das ist ein klarer Regierungsauftrag für Hendrik Wüst und wir sind froh, wenn wir unseren Teil zu einer CDU-geführten Landesregierung beitragen können“, sagte Bergmann im Klever Kreishaus.

Mit deutlichem Abstand auf Platz zwei folgte die SPD mit ihrer Direktkandidatin Christin Becker. Obwohl die Sozialdemokraten im Wahlkampf kräftig die Werbetrommel rührten, reichte es am Ende nur für 26,7 Prozent der Erststimmen und 25,2 Prozent der Zweitstimmen. „Wir können stolz sein über den Wahlkampf, den wir hier gemacht haben. Das Ergebnis ist nun aber natürlich enttäuschend“, sagte Becker, ehe sie dem Sieger Günther Bergmann fair gratulierte.

  • Günther Bergmann am Wahlabend im Kreishaus.
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  • Stephan Haupt (links) von der FDP
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Große Freude gab es bei den Grünen: Zum einen konnte die Partei das bisher beste Ergebnis im Kreis Kleve bei einer Landtagswahl feiern (15,5 Prozent). Zum anderen zog Direktkandidat Volkhard Wille, der mit 16,9 Prozent der Erststimmen am Sonntag auf dem dritten Platz landete, in den Landtag ein. Platz 18 auf der Landesliste reichte Wille, er ist der erste Grüne aus dem Kreis Kleve im Landtag. „Umweltpolitik ist meine Sache, da werde ich mich jetzt fünf Jahre einbringen.“

Deutlich getrübter war die Stimmung am Sonntag bei den Freidemokraten. Die FDP konnte den landesweiten Trend auch im Kreis Kleve nicht brechen und kam insgesamt auf 5,5 Prozent der Zweitstimmen. Direktkandidat Stephan Haupt (6,3 Prozent) verfehlte den Wiedereinzug ins Parlament deutlich.

Ebenfalls nicht in den Landtag schaffte es Lutz Kühnen von den Freien Wählern. Er holte mit 4,2 Prozent der Erststimmen und seine Partei im Kreis Kleve mit 1,2 Prozent der Zweitstimmen zwar mehr als die Freien Wähler landesweit. Weil die Partei es dort aber nicht über die Fünf-Prozent-Hürde schaffte, verhalf Kühnen auch der prominente zweite Platz auf der Landesliste nicht nach Düsseldorf.

Die AfD, die nach einer Entscheidung des Landeswahlausschusses im Norden des Kreises nicht mit Direktkandidat Christoph Kukulies antreten durfte, kam auf 4 Prozent der Zweitstimmen. Die Linke spielte mit 2,4 Prozent der Erststimmen für Kandidatin Sabine Hesseling und 1,4 Prozent der Zweitstimmen kaum eine Rolle am Wahlsonntag.

Einen Rekord gab es wie erwartet bei der Briefwahl. Dieser sorgte auch dafür, dass die Wahlbeteiligung am Morgen noch besser aussah, als sie am Ende tatsächlich war: Erschreckend schwache 55 Prozent der Wahlberechtigten gaben ihre Stimme im Kreis Kleve am Ende ab.

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