Landratswahl am 11. Dezember im Kreis Kleve Was man zur Stichwahl wissen muss

Kreis Kleve · Am 11. Dezember gibt es endlich Klarheit: Dann fällt die Entscheidung, wer der nächste Landrat im Kreis Kleve wird. Wer tritt an, wie sind die Chancen verteilt und wo kann man die Ergebnisse verfolgen? Fragen und Antworten.

 Die beiden Kandidaten in der Stichwahl: Zwischen Christoph Gerwers (CDU) und Stefan Welberts (SPD/Grüne) entscheidet sich, wer der nächste Landrat wird.

Die beiden Kandidaten in der Stichwahl: Zwischen Christoph Gerwers (CDU) und Stefan Welberts (SPD/Grüne) entscheidet sich, wer der nächste Landrat wird.

Foto: Markus van Offern (mvo)

Warum gibt es die Stichwahl?

Sechs Kandidaten waren zur Landratswahl am 27. November im Kreis Kleve angetreten. Um Nachfolger von Silke Gorißen werden zu können, benötigt ein Bewerber aber mehr als 50 Prozent der Stimmen. Das ist keinem der Kandidaten im ersten Durchgang gelungen. Den Spitzenplatz belegte CDU-Kandidat Christoph Gerwers mit 45,02 Prozent der Stimmen, auf dem zweiten Platz landete Stefan Welberts, Kandidat von SPD und Grünen, mit 27,53 Prozent. Auf dem dritten Platz und damit nicht in der Stichwahl ging mit 19,92 Prozent der Parteilose Guido Winkmann über die Ziellinie. Das Wahlgesetz sieht eine Stichwahl 14 Tage nach dem Wahltermin vor. Das ist also Sonntag, 11. Dezember – der dritte Advent.

Wie stehen die Chancen?

Wer nur auf die politische Karte des Wahlabends guckt, kann eigentlich wenig Zweifel haben, wie die Stichwahl ausgeht: In 15 von 16 Kommunen lag CDU-Kandidat Gerwers vorne. Und bei der einzigen Ausnahme konnte nicht Stefan Welberts gewinnen, sondern Guido Winkmann (Kerken). So einfach funktioniert Politik aber nicht – darum mobilisieren alle Parteien und Gruppen weiter ihre Wähler. Zum einen haben sich Guido Winkmann und die Vereinigten Wählergemeinschaften für Welberts ausgesprochen. Zum anderen könnte die ohnehin schon schwache Wahlbeteiligung noch einmal in den Keller gehen – mit unvorhersehbaren Auswirkungen auf das Ergebnis. Einen Sieg sicher hat keiner der beiden Kandidaten. Es geht um jede Stimme.

Ist eine Briefwahl möglich?

Ja. Allerdings ist der knappe Zeitrahmen ambitioniert. Die Kommunen schicken den Wählern, die bereits bei der Landratswahl am 27. November Briefwahl für eine mögliche Stichwahl mitbeantragt haben, die Unterlagen zu. Ein erneuter Antrag ist in diesem Fall nicht nötig. Wähler, die extra zur Stichwahl Briefwahl beantragen möchten, können dies mit den vorhandenen Wahlbenachrichtigungen tun oder müssen sich an die Verwaltungen ihrer Heimat-Stadt oder -Gemeinde wenden. Aufgrund der engen Fristen und der nicht kalkulierbaren Zustellzeiten der Post ist der Einwurf der ausgefüllten Briefwahlunterlagen bei den Rathäusern der empfohlene Weg, um sicherzustellen, dass die Stimme in das Wahlergebnis einfließt.

Wie hoch wird die Wahlbeteiligung?

Eine der spannenden Fragen des Abends wird sein, wie niedrig die Wahlbeteiligung ausfallen wird. Bei der Wahl am 27. November betrug sie bereits rekordverdächtig niedrige 27,58 Prozent. Sinkt das Interesse weiter? Je weniger Menschen bei der Wahl teilnehmen, desto unberechenbarer wird das Ergebnis für Beobachter. Oder sind ausreichend Wähler aufgeschreckt worden – und die Wahlbeteiligung steigt sogar? Kaum vorstellbar, aber nicht auszuschließen.

Gibt es wieder eine Wahlparty?

Ja. Die Kreisverwaltung Kleve lädt alle Interessierten am Sonntag zur Präsentation der vorläufigen Auszählungsergebnisse der Stichwahl zur Wahl des Landrats des Kreises Kleve ein. Die Wahlveranstaltung findet von 17.30 bis 20 Uhr im Maywaldsaal der Kreisverwaltung in Kleve statt. Auf einer großen Leinwand werden ab 18 Uhr die eingehenden Wahlergebnisse aus den Städten und Gemeinden präsentiert.

Wo kann man die Wahlergebnisse verfolgen?

Die Ergebnisse aus den einzelnen Städten und Gemeinden laufen beim Kommunalen Rechenzentrum Niederrhein zusammen. Am Wahlabend kann man die Zahlen live im Internet unter www.wahl.krzn.de beobachten. Darüber hinaus gibt es auch wie immer eine fortlaufende Berichterstattung am Sonntag unter www.rp-online.de/kleve und am Montag in der Rheinischen Post.

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort