Kleve: Kurhaus-Besucherzahlen sind Thema im Kulturausschuss

Kleve: Kurhaus-Besucherzahlen sind Thema im Kulturausschuss

Außerdem stehen am Dienstag die Richtlinien zur Vergabe der Mittel an die freie Kulturszene auf der Tagesordnung.

Der Leiter des städtischen Museums Kurhaus, Harald Kunde, steht am Dienstag vor dem Klever Kulturausschuss Rede und Antwort. Kunde wird sowohl einen Rückblick als auch einen Ausblick auf die Tätigkeiten des Museums geben, wie aus der Tagesordnung hervorgeht. Spannend dürfte vor allem werden, wie sich das Haus im Jahr 2018 positionieren kann. Verspricht das Ausstellungsprogramm auf der einen Seite mit Andy Warhol, Man Ray oder Andreas Schmitten einige prominente Namen. Auf der anderen Seite kämpft das Museum seit Erhöhung der Ticketpreise von 7,50 Euro auf zehn Euro im Oktober 2015 mit zurückgehenden Besucherzahlen. Zuletzt war zu hören, dass auch für das Jahr 2017 ein deutlicher Rückgang der Zahlen zu vermelden sei, weil der Publikumsmagnet im Programm gefehlt habe.

Als erste Gegenmaßnahme hat das Haus bereits angekündigt, einen Sonntag im Monat bei freiem Eintritt die Tür zu öffnen. Für Aufsehen gesorgt hatte aber auch die Forderung aus der Politik, dass Mitglieder des Fördervereins der Klever Museen künftig Eintritt zahlen sollten. Wie genau die Besucherzahlen für das vergangene Jahr aussehen, dürfte spätestens Dienstag vor dem Ausschuss klarwerden.

Ebenfalls auf der Tagesordnung steht der Tätigkeitsbericht der Stadtbücherei. Dafür erwarten die Ausschussmitglieder den Büchereileiter Jens Neumann.

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Außerdem plant der Ausschuss, bei der Verteilung der Gelder an die freie Kunstszene eine Empfehlung an den Rat auszusprechen. Zum Hintergrund: Der Rat der Stadt Kleve hat in seiner Sitzung Ende Dezember vergangenen Jahres beschlossen, einen Betrag von 11.950 Euro für die freie Kulturszene bereitzustellen. Der bereits seit einigen Jahren zur Verfügung stehende Betrag von 7500 Euro, der im Zuge der Konsolidierungsmaßnahmen um zehn Prozent gekürzt worden war, wurde für das Jahr 2018 also um 5200 Euro aufgestockt. Damit diese Mittel ordentlich verteilt werden, soll eine neue Richtlinie her. Demzufolge können nur Künstler und Gruppen von den Geldern profitieren, die in Kleve wohnen oder ihren Sitz haben und ausschließlich ideelle Zwecke verfolgen. Außerdem soll die maximale Fördersumme von 1000 Euro pro Projekt nicht überschritten werden.

Bereits beschlossen hat der Rat im Dezember, den Musiksommer Campus Kleve mit 750 Euro und den Klaviersommer, der sich in diesem Jahr zum 30. Mal jährt, mit 1000 Euro einen Zuschuss zu gewähren.

Der Ausschuss beginnt am Dienstag um 17 Uhr.

(lukra)
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